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Handball-Bundesligist Bergischer HC trifft Samstag auf Nordhorn

Handball-Bundesliga: Samstag gegen Nordhorn : Der BHC will seine Erfolgsserie ausbauen

Gerne dürften sich die Handballer des Bundesligisten Bergischen HC an das jüngste Gastspiel der HSG Nordhorn-Lingen in der Wuppertaler Uni-Halle erinnern. Das 31:18 im Dezember 2019 war der höchste Bundesliga-Sieg der BHC-Historie. Die Wiederholung eines solchen Resultats erwartet Trainer Sebastian Hinze am Samstagabend (20. März 2021) nicht, doch „wir wollen das Spiel natürlich zu Hause gewinnen. Das ist unser Anspruch.“ Anwurf ist um 18.15 Uhr.

Hatten die Nordhorner in ihrer ersten Saison nach dem Aufstieg große Probleme, hat sich die Mannschaft in der laufenden Spielzeit deutlich gesteigert. Nach nur zwei Siegen in 27 Partien 2019/20 hat der Verein nun immerhin neun Punkte aus 20 Begegnungen geholt. Aktuell fehlen zwei Zähler, um auf einen Nicht-Abstiegsplatz zu springen.

„Die Nordhorner agieren in dieser Saison sehr viel disziplinierter und auch geduldiger im Angriff“, weiß Hinze, der dies schon im Hinspiel beobachtet hat. Die Partie in Lingen am dritten Spieltag war lange eng, bis sich die Löwen in der Schlussphase doch noch recht klar mit 31:26 durchsetzten. „Auch ein halbes Jahr später muss ich sagen: Das war eines der besseren Spiele der Hinrunde“, betont Hinze. Die Begegnung hat der Coach in der Vorbereitung genutzt. „Frische Eindrücke sind natürlich wichtiger“, erläutert der Coach. „Aber es gibt schon noch Dinge, die man rausziehen kann. Wie haben sie auf uns reagiert? Was davon hat gut funktioniert?“ Die Chance ist zumindest da, dass die HSG genau das wiederholen wird. Ins Detail möchte der 41-Jährige dabei ungern gehen: „Das ist zu komplex, um es in einfache Worte zu kleiden.“

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Grundsätzlich haben sich natürlich auch die Nordhorner während der Saison weiterentwickelt. „Sie greifen sehr speziell an“, erklärt Hinze. „Da müssen wir uns auf viele Dinge vorbereiten. Einiges läuft über den Kreis, weil sie mit Dominik Kalafut einen überragenden Offensiv-Kreisläufer haben. Dazu hat die Mannschaft starke Außen.“ Gemeint sind Pavel Mickal und der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Robert Weber, der mit 128 Treffern auch in dieser Saison bei den Nordhornern vorne liegt und ligaweit auf Platz fünf rangiert. Zudem hält das Torhüter-Gespann Björn Buhrmester und Bart Ravensbergen ordentlich.

In die Restrunde ist die HSG aber eher mäßig gestartet. Einem 27:27 bei GWD Minden folgten vier Niederlagen. „Die verletzungsbedingten Ausfälle von Georg Pöhle und Philipp Vorlicek haben sich da auch bemerkbar gemacht“, weiß Hinze. Beide stabilisieren die Abwehr deutlich. Vorlicek ist inzwischen zurückgekehrt, Pöhle war auch beim 21:29 gegen Melsungen am vergangenen Mittwoch noch nicht wieder mit dabei. „Ich denke schon, dass wir in den Zweikämpfen besser sind und uns da einen Vorteil erarbeiten können“, meint Hinze, der hofft, dass seine Mannschaft an die zuletzt so gute Form anknüpft.

Vier von fünf Spielen haben die Löwen 2021 überzeugend gewonnen, gegen Nordhorn kann der vierte Erfolg in Serie gelingen. Allerdings hatten die Bergischen nun knapp zwei Wochen spielfrei. Denn das angesetzte Duell am vorigen Mittwoch in Flensburg musste bekanntlich verschoben werden. „Aus sportlicher Sicht hätten wir gerne gespielt“, sagt der Coach, der nahezu unmittelbar vor der Abfahrt von der Absage erfahren hatte. „Das war angesichts der Vorbereitung natürlich ärgerlich, aber es ist in diesen Zeiten eben auch nicht zu ändern.“ Als kleinen Vorteil wertet der Trainer nur die etwas längere Pause für Max Darj, der am vergangenen Wochenende drei Mal für Schweden in der Olympia-Qualifikation aktiv war. „Ihm kommen die paar Tage mehr Erholung bis zum nächsten Spiel vielleicht entgegen.“

Personell bleibt die Lage nach wie vor unverändert. 17 Löwen sind einsatzbereit. Das heißt, der Trainer muss auf einen Spieler verzichten. Zuletzt hat es sich dabei um Alexander Weck gehandelt.