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Handball-Bundesligist Bergischer HC: Gegen Berlin erster Sieg im Dome?

Handball-Bundesliga: Samstag gegen Berlin : BHC: Erst Füchse-Tests – dann der erste Sieg im Dome?

Am Samstag (21. November 2020) tritt der Handball-Bundesligist Bergischer HC zum zweiten Mal innerhalb von sechs Tagen im Düsseldorfer ISS Dome an. Zu Gast sind um 18.30 Uhr die Füchse Berlin, die sich seit knapp einer Woche aufgrund der Infektion zweier Spieler vorsorglich in Quarantäne befinden.

Die Partie in Düsseldorf findet nach einer komplett negativen Testung des verbliebenen Teams dennoch statt - zumindest, wenn es auch am Freitag keinen Befund gibt. „Ob wir gegen Berlin nun im Vorteil sind, lässt sich kaum sagen“, sagt BHC-Trainer Sebastian Hinze. „Es kann ja auch den Füchsen helfen, dass sie sich nun keinen Kopf machen müssen und das Spiel völlig unbeschwert bestreiten können. Ich bin ja nun schon ein paar Jahre dabei. Am Ende wird es immer sportlich entschieden. Wenn wir am Samstag besser Handball spielen, werden wir auch gewinnen.“ Es wäre der erste Erfolg im ISS Dome, nachdem es in acht Versuchen nur einen Zähler gegeben hatte. Gegner beim 26:26 Anfang März waren die Berliner.

Ob die Hauptstädter auch BHC-Kontrahent beim ersten Sieg in der gewaltigen Arena sein werden? „Wenn wir uns ein Plus im Tempospiel erarbeiten können, haben wir eine Chance“, sagt Sebastian Hinze. „Dort werden wir ansetzen, auch wenn es eine große Aufgabe ist, zumal die Berliner in diesem Bereich viel besser geworden sind.“ Grundsätzlich sieht der Coach in den Füchsen eine Mannschaft mit gewaltigem Potenzial. „Sie haben einen sehr ausgewogenen Kader, der alle Möglichkeiten bietet. Es braucht aber etwas Zeit, sie zu nutzen.“

So haben die Füchse unter ihrem neuen Trainer Jaron Siewert in einigen Spielen mehr, in anderen weniger überzeugt. Ihre stärksten Vorstellungen zeigte die Mannschaft beim 35:28 gegen Wetzlar und 31:27 gegen Hannover. Bei GWD Minden kassierte sie allerdings eine 26:31-Niederlage, und gleich am zweiten Spieltag setzte es gegen den SC Magdeburg eine Zehn-Tore-Niederlage (22:32). Verstärkt hat sich der Verein allerdings immens. Spielmacher Simon Ernst ist nach überstandenem Kreuzbandriss fast wie ein Zugang zu bewerten. Dazu kamen unter anderem der torgefährliche Lasse Andersson (29 Treffer in sechs Spielen) vom FC Barcelona, Marian Michalczik von GWD Minden und Milos Vujovic von Tatabanya KC (Ungarn). Bei den Letztgenannten handelt es sich jedoch um die positiv getesteten Spieler, so dass beide am Samstag nicht dabei sein werden.

„Es ist trotzdem eine komplexe Vorbereitung“, sagt Hinze beim Blick auf die Berliner Optionen. Die sonntägliche 27:32-Niederlage gegen den THW Kiel hat der Coach inzwischen aufgearbeitet. „Natürlich machen wir da auch individuelle Fehler“, blickt der 41-Jährige zurück. „Aber das passiert. Daraus müssen die Spieler lernen. Entscheidend war aber auch, dass wir einige Male zu deutlich gezeigt haben, dass wir gar nicht zum Tor wollen. Darauf hat die Kieler Abwehr entsprechend reagiert und die Bälle bekommen. Wir müssen also immer ausstrahlen, dass der Abschluss kommen kann. Hier wollen wir uns steigern.“

Sollte das am Samstagabend gelingen, ist der erste Erfolg im ISS Dome drin - wenn die Mannschaft auch erneut alleine feiern müsste. Zuschauerinnen und Zuschauer sind aufgrund der aktuellen Corona-Lage weiterhin nicht zugelassen (die Rundschau überträgt im Liveticker). Personell bleibt die Lage voraussichtlich unverändert. Daniel Fontaine fehlt mit muskulären Problemen, Alexander Weck mit einem Kreuzbandanriss. Die verbleibenden 17 Spieler des Kernkaders stehen zur Verfügung.