Fußball-RL: Freitag ab 19:30 Uhr Liveticker: FC Schalke 04 U23 – Wuppertaler SV

Wuppertal · Mindestens 200 Fans begleiten den Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV am Freitag (10. August 2023) zum Auswärtsspiel bei der U23 des FC Schalke 04. So viele Tickets hatte der WSV jedenfalls bis Donnerstagmittag verkauft. Anpfiff im Parkstadion ist um 19:30 Uhr.

WSV-Stürmer Charlison Benschop am Ball.

WSV-Stürmer Charlison Benschop am Ball.

Foto: Dirk Freund

In der vergangenen Saison hatte der WSV beide Partien gegen den königsblauen Nachwuchs verloren – im Oktober 2022 gleich mit 1:4 im Stadion am Zoo, Ende März dann 0:1 in Gelsenkirchen. Das soll in dieser Saison anders werden. Ohnehin, findet WSV-Trainer Hüzeyfe Dogan: „Das ist Vergangenheit, es ist eine andere Mannschaft.“

Zwar unterlag die Schalker Reserve zum Auftakt daheim mit 2:5 gegen den 1. FC Bocholt, holte dann aber beim 1. FC Düren immerhin ein 2:2-Unentschieden. Wobei die beiden Treffer die aus Wuppertaler Sicht interessantesten Spieler erzielten: Ex-Profi Pierre-Michel Lasogga (31, unter anderem Hertha BSC, Hamburger SV und Leeds United), der die junge Mannschaft „mitreißen und führen“ soll (Dogan: „Wir müssen verhindern, dass er in der Box zur Entfaltung kommt“), und der ehemalige Wuppertaler Joey-Paul Müller (22), der von 2019 bis 2021 an der Hubertusallee kickte.

„Das ist ein guter Gegner. Und ich mag es, mich mit solchen Spielern (wie Lasogga, Anm. der Red.), die schon höher gespielt haben, zu messen“, sagt WSV-Kapitän Kevin Pytlik. Wohlwissend, dass auch im eigenen Team solche wie Niklas Dams und Charlison Benschop vertreten sind. Mit dem Start ist Pytlik, der diesmal persönlich „nicht viele“ Karten (gelbe, gelb-rote und rote) sammeln will, zufrieden: „Wir haben gegen zwei sehr gute Mannschaften sechs Punkte geholt, das ist Fakt, das zählt.“

Natürlich gebe es die drei Gegentreffer, weiß der 25-Jährige, aber: „Es gibt keine Mannschaft, die keine Chancen zulässt, es geht darum, sie zu minimieren.“ Durch den personellen Umbruch im Sommer sei man noch mitten im „Prozess, aber wir sind weit. Ich sehe jedes Spiel als Möglichkeit, zu Null zu spielen. Ich bin fest überzeugt, dass wir weniger Tore kassieren werden. Ich glaube an die Mannschaft und an die einzelnen Spieler.“

Dogan muss in Gelsenkirchen auf Kevin Hagemann und Philipp Hanke verzichten. Durim Berisha trainiert inzwischen voll mit der Mannschaft, auch Tobias Peitz (Dogan: „Er kann das Spiel lenken und das Heft in die Hand nehmen“) ist eine Option. So kann der Coach, der die Fans lobte („Die Jungs haben uns auch nach dem 1:2 weiter unterstützt, das war top“), erneut aus dem Vollen schöpfen. Und überlegen, ob er die Stürmer Damjan Marceta und Charlison Benschop gemeinsam aufbietet: „Sie haben in beiden Spielen performt, haben eine gute Mentalität und bringen uns weiter.“

Am Dienstag (14. August) bestreitet der WSV ein Testspiel um 14 Uhr auf der Oberbergischen Straße gegen den Westfalen-Oberligisten TuS Bövinghausen, um den Akteuren Wettkampfpraxis zu geben, die bislang noch nicht ausführlich zum Einsatz kamen. „Alle wollen sich präsentieren. Nur mit Training alleine ist es nicht getan“, erklärt Dogan.

Unterdessen laufen bereits die Planungen für das Heimspiel am 19. August gegen den SV Rödinghausen (14 Uhr, IMS Arena Velbert). Geschäftsstellenleiter Sven Steup hat angekündigt, dass die Beschilderung in der Ausweich-Spielstätte noch präzisiert wird, ebenso die Zu- und Abfahrt vom Parkplatz: „Das haben wir auf dem Schirm und werden wir beheben.“ Sein Fazit: „Fürs erste Spiel alles ganz gut gelaufen.“ Wie der Saisonstart des WSV insgesamt.

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