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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV schlägt RWE im Pokal 3:1 (2:1)

Fußball-Pokal: 3:1 (2:1) gegen RW Essen : WSV zieht vor Topkulisse ins Finale ein

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat das Endspiel um den Niederrheinpokal erreicht. Das Team von Trainer Björn Mehnert gewann am Dienstagabend (3. Mai 2022) das Halbfinale gegen den Ligakonkurrenten RW Essen mit 3:1 (2:1). 11.743 Fans kamen ins Stadion am Zoo.

Erwartungsgemäß entschied sich Mehnert gegen eine Nominierung von Niklas Heidemann, der noch Trainingsrückstand aufweist. Im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen die Gladbacher Reserve standen Roman Prokoph und Kingsley Sarpei in der Startelf, Marco Königs und Phillip Aboagye rückten zunächst auf die Bank.

Die erste Chance bot sich den Gästen, Simon Engelmann zielte aber am langen Pfosten vorbei (6.). Eine Minute später schoss WSV-Kapitän Felix Backszat neben den RWE-Kasten. Beide Teams traten in der Anfangsphase engagiert, aber auch nervös auf. Die Folge waren einige Ballverluste. Einen nutzte Roman Prokoph in der 18. Minute eiskalt aus: Er schnappte sich den Ball, zog einen kurzen Sprint an und aus 18 Metern ab. Die Kugel schlug links unten ein – 1:0. Und es kam noch besser: Kevin Rodrigues Pires verwandelte einen Freistoß aus 25 Metern unter gütiger Mithilfe von RWE-Schlussmann Jakob Golz direkt zum 2:0 (22.).

Essen arbeitete sich aber wieder heran. Nach einem abgewehrten Freistoß von Thomas Eisfeld aus 17 Metern, der in der Mauer hängen blieb (45.), flankte Sandro Plechaty von rechts. In der Mitte lauerte Marius Kleisorgen und köpfte mit Hilfe des Innenpfostens ein – 2:1 (36.). RWE übernahm nun das Kommando. Bis zur Pause fiel aber kein weiterer Treffer.

  • WSV-Trainer Björn Mehnert.
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Beide Teams wechselten zur Pause nicht. Engelmann hatte in der 55. Minute die Chance zum Ausgleich. Plechaty zog aus der Distanz ab, Patzler ließ den Schuss nach vorne prallen. Engelmann hätte einschieben können, doch der WSV-Keeper klärte grandios mit einer Fußabwehr. Kevin Hagemann ersetzte Sarpei (65.). In der 68. Minute fiel die Vorentscheidung: Saric schlug einen Freistoß 14 Meter vor das Essener Tor, Prokoph stieg hoch und traf in den rechten oberen Winkel – 3:1.

Valdet Rama kam für Saric (76.), Noah Salau für Moritz Montag (79.), Königs für Prokoph (84.). Hagemann hätte das 4:1 erzielen können, scheiterte aber an Golz (88.). Essen resignierte, der WSV überstand auch die fünfminütige Nachspielzeit mit Leidenschaft und Geschick. Da war die Partie auf den Rängen längst im Gang.

Björn Mehnert (Trainer Wuppertaler SV): „Das war ein verdienter Erfolg. Wir sind mit Emotionen, gewonnenen Zweikämpfen und Leidenschaft gestartet - fußballerisch gab es dabei allerdings ein paar Ungenauigkeiten. Nach dem 2:0 waren die Jungs etwas euphorisiert, haben zu offen verteidigt und dies konnte RWE sofort ausnutzen. Nach der Pause haben wir unser System nach jeder Essener Auswechslung angepasst. Zudem haben uns die Zuschauer gepusht, es herrschte zum ersten Male eine wirklich tolle Fußballstimmung. Die Jungs haben das genossen und jeder konnte sehen, dass es sich lohnt, zu uns zu kommen. Essen wünsche ich alles Gute. Es wäre schon arg brutal, mit insgesamt rund 180 Punkten in zwei Saisons nicht einmal aufzusteigen.“

Christian Neidhart (Trainer Rot-Weiß Essen): „Glückwunsch an den WSV, der Sieg ist verdient. Wir sind nicht gut ins Spiel reingekommen, haben uns in den ersten 25 Minuten trotz der Chance von Engelmann den Schneid abkaufen lassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir Chancen zum Ausgleich, bekommen dann aber erneut einen Standard-Gegentreffer zum 1:3. Von da an kam bei uns kein richtiger Kampf mehr auf.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter des WSV): „Ein Riesenkompliment an die Jungs und die Zuschauer. Das war Gänsehaut-Atmosphäre pur. Wir haben mit einer guten Kulisse gerechnet. Aber das das diese Ausmaße annimmt, wunderbar! Rund 10.000 Fans waren ja aus Wuppertal. Sie haben die Jungs nach vorne getrieben. Das war Leidenschaft pur, auf dem Rasen und auf den Rängen. Der Sieg war hochverdient. Ich sehe uns im Finale nicht als Favoriten. Es ist ein Spiel, da kann alles passieren. Auch Straelen wird fokussiert sein, sie haben vergangenes Jahr gegen und nur knapp verloren und werden versuchen, es zu drehen. Wir müssen die Emotionen aus dem Halbfinale mitnehmen, Ich bin überzeugt, dass uns sehr viele Fans nach Duisburg begleiten!“

Finalgegner ist am 21. Mai in Duisburg der SV Straelen. Damit kommt es zu einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels. In der Regionalliga tritt der WSV am Sonntag (8. Mai) um 14 Uhr beim Absteiger Sportfreunde Lotte an und empfängt am 14. Mai im letzten Punktspiel im Stadion am Zoo den Absteiger FC Wegberg-Beeck (14 Uhr).

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