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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV schlägt Fortuna Köln 2:0 (1:0)

Fußball-Regionalliga: 2:0 (1:0) gegen F. Köln : WSV holt „Big Points“ für den Klassenerhalt

Der Fußball-Regionalligist hat auch das dritte Heimspiel des Jahres gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert besiegte am Mittwochabend (3. März 2021) in einer Nachholpartie den Tabellendritten Fortuna Köln mit 2:0 (1:0). Der WSV liegt nun fünf Punkte vor der Abstiegszone.

Drei Wechsel nahm der Chefcoach im Vergleich zum 0:3 in Oberhausen vor: Daniel Grebe, Mateo Aramburu (der sein Debüt von Beginn an feierte) sowie Kevin Pytlik mischten von Beginn an mit. Joey Paul Müller und Semir Saric saßen zunächst auf der Bank, Burak Gencal pausierte.

Die erste dicke Chance hatte Neuzugang Aramburu, der nach einer Flanke von Moritz Römling.den Ball volley nahm, aber an Torwart Schünemann scheiterte (8.). Der WSV suchte die Offensivaktionen, doch die Fortuna nahm langsam immer mehr das Heft des Handelns in die Hand. Die Defensive der Rot-Blauen stand aber gut. Dicke Chancen erarbeiteten sich die Domstädter nicht. Glück hatte der WSV aber bei zwei abgefälschten Bällen. So landete Suhehel Najars Bogenlampe in der 41. Minute auf dem Tornetz. Als alles mit einem Remis zur Pause rechnete, schlug der Gastgeber eiskalt zu. Moritz Römling war auf der linken Seite gefoult worden. Kevin Rodrigues Pires zirkelte den Freistoß an den Fünfer, wo sich Torjäger Marco Königs per Kopf durchsetzte – 1:0 (45.+3.).

Nach dem Wechsel hatte Römling das 2:0 auf dem (schwächeren rechten) Fuß. Die Vorlage hatte Königs gegeben, der Ball zischte rechts am Tor vorbei (48.). Köln war aber erneut das spielbestimmende Team. Der WSV hatte wieder Glück: Lars Bender traf beinahe gegen seinen Ex-Club ins eigene Tor. Die Latte verhindert das. Von dort spang der Ball deutlich wieder ins Feld (60.). Mehnert brachte Müller für Grebe (62.). Aramburu setzte einen Schuss aus spitzem Winkel über den Kasten (68.).

Eine Minute später kam Saric für Aramburu – Mehnert bewies ein goldenes Händchen. In der 76. Minute erhöhte Saric auf 2:0, nachdem er von Rodrigues Pires freigespielt wurde und den Ball am Kölner Keeper vorbeischlenzte. Der WSV befreite sich vom Dauerdruck und stand hinten weiterhin sicher. Köln schwanden die Kräfte, auch der Widerstand der Fortuna schien gebrochen. Und so brachten die Bergischen den Vorsprung über die Zeit, ohne noch einmal ernsthaft in Gefahr zu geraten.

Björn Mehnert (WSV-Trainer): „Ich bin sehr zufrieden. Das war eine überragende Mannschaftsleistung. Ich kann und will niemanden herausheben. Wir haben unseren Plan zu 100 Prozent umgesetzt. Wir haben die Anordnung und die Positionen etwas verändern, um die Räume besser zu besetzen. Ich ziehe den Hut davor, wie die Jungs offen für unsere Ideen sind. Man kann es nicht viel besser machen. Wir standen defensiv stabil und haben auch ordentlich Fußball gespielt. Es ist gelungen, mehr Spieler nach vorne zu bringen als in Oberhausen. Ein großes Dankeschön an das Team um Stadionwart Guido Löhr, das immer das Bestmögliche herausholt! Ob Burak Gencal am Samstag gegen Schalke dabei ist, werden wir in den kommenden Tagen entscheiden. Er hat noch Probleme mit dem Knie und ist nicht bei 100 Prozent, hat uns aber mit zwei Toren und drei weiteren großen Chancen schon sehr geholfen. Er ist ein extrem wichtiger Spieler, aber wir haben auch die Verantwortung für die Gesundheit.“

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Stephan Küsters (Sportlicher Leiter des WSV): „Wir haben Erfolg, wenn wir als Team funktionieren und alles reinwerfen. Mit Fortuna Köln hatten wir eine Spitzenmannschaft zu Gast im Stadion am Zoo, außerdem ist der Platz weiterhin schwierig zu bespielen. Da ist es wichtig, die richtige Mischung zu finden. Unser Trainer hat die Aufstellung etwas verändert und das System. Es war eine gute Entscheidung, mit einer Dreierkette zu spielen und Mateo Aramburu zu bringen, um die Offensive zu verstärlen. Es hat geklappt. Aber es war eben auch wichtig, dass die Mannschaft das annimmt. Unser Trainer hat viele Gespräche geführt, denn ein Systemwechsel in einer Englischen Woche, in der man nicht viel Zeit hat zu üben, ist ein Wagnis. Aber die Jungs hatten Bock drauf. Wir haben uns dagegengestemmt und wenig zugelassen. Natürlich hatten wir das Matchglück, dass der Ball von Lars Bender an die Latte geht, nachdem der Ball auf dem Rasen unglücklich aufgesprungen war. Aber das Glück muss man sich eben auch erarbeiten, erst recht nach einem 0:3 in Oberhausen.“

Erneut gefordert ist der WSV am Samstag (6. März 2021). Dann kommt die U23 des FC Schalke 04 ins Stadion am Zoo. Am 13. März geht es dann zum SV Rödinghausen (14 Uhr).

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