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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV auf "Schnäppchensuche"

Fußball-Regionalliga : WSV: „Wenn uns ein Schnäppchen über den Weg läuft ...“

Was war er wert, der 1:0-Auftaktsieg des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV am ersten Spieltag gegen den Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen? Einiges, findet der Sportliche Leiter Stephan Küsters, dem die Partie mehrere Erkenntnisse geliefert hat.

Eine davon: Die jungen Spieler haben zunächst einmal die „Feuertaufe“ bestanden. „Wir hatten in der hektischen Schlussphase insgesamt sechs Spieler auf dem Platz, die noch unter die U23-Regelung fallen“, rechnet der 48-Jährige vor. „Es wurde ja immer gesagt, dass wir insgesamt eine ältere Truppe haben. Deshalb freut es mich sehr, dass wir mit vielen jungen Spielern den Vorsprung über die Zeit gebracht haben.“

Dass nach der „sehr guten ersten Halbzeit, in der wir die Führung verdient gehabt hätten“, der zweite Durchgang wesentlich „zurückhaltender“ verlief, liegt für Küsters in der Natur der Sache: „Die Pause war insgesamt sehr lang. Ein Pflichtspiel ist eben etwas anderes als die Vorbereitung. Deshalb bin ich darüber absolut nicht böse.“ Zwar lobte er eine „kompakte Mannschaftsleistung“, hob aber dennoch zwei Spieler heraus. „Semir Saric hat auf der rechten Seite gegen den starken Philip Aboagye ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Und auch Torschütze Beyhan Ametov sorgte für einige Unterhaltung. „Ich hoffe, dass es bei beiden kein einmaliges Ereignis war. Sie sind jetzt 22 bzw. 21 Jahre alt und bekommen nun hoffentlich Konstanz in ihre Leistungen“, so Küsters.

Eigentlich seien die Transferaktivitäten abgeschlossen. „Aber natürlich blicken wir nach links und rechts. Wenn uns ein Schnäppchen über den Weg läuft, schauen wir vielleicht noch mal. Einige Spieler, die noch unterkommen wollen, werden langsam ungeduldig. Aber grundsätzlich fokussieren wir uns auf unsere Jungs“, legt sich der Sportliche Leiter fest. Das Transferfenster schließt in diesem Jahr erst am 5. Oktober.

Am Samstag (12. September 2020) reist der WSV als Tabellenvierter zum „Spitzenspiel“ beim Zweiten SV Lippstadt, der sich beim VfB Homberg mit 2:0 durchsetzte. Weiterhin fehlen werden die verletzten Tim Wendel, Tolga Cokkosan, Kevin Pytlik und Ilyas Zhou. Aus dem Quartett stößt wohl nur Cokkosan in der kommenden Woche wieder zum Mannschaftstraining. „Lippstadt ist eine gute Mannschaft, die sich auf Spielerische konzentriert“, sieht Küsters einen echten Prüfstein auf die Rot-Blauen zukommen.

Es ist der Auftakt von zwei Englischen Wochen mit weiteren Partien am 16. September um 19:30 Uhr im Stadion am Zoo gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf, am 19. September beim Liga-Mitfavoriten Fortuna Köln (14 Uhr), am 23. September an der Hubertusallee gegen Drittliga-Absteiger Preußen Münster (19:30 Uhr) und am 26. September bei der Reserve von Borussia Mönchengladbach (14 Uhr). Drei von maximal 18 September-Punkten hat der WSV jedenfalls schon einmal.

Der Sportliche Leiter Stephan Küsters. Foto: Dirk Freund