Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV Fünfter Neuzugang im Anflug?

Wuppertal / Oliva · Es waren zwei durchaus überraschende Personalentscheidungen, die der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV am Freitag (26. Januar 2018) verkündete. Weder die Rückkehr von Enes Topal noch der Abgang von Tristan Duschke waren in dieser Form vorauszusehen.

 Tristan Duschke kickt künftig in Wiederbrück.

Tristan Duschke kickt künftig in Wiederbrück.

Foto: Dirk Freund

Dennoch erscheinen sie logisch. Möglicherweise folgt noch ein weiterer Transfer.

Schon seit Wochen fahndet Fußballvorstand Manuel Bölstler nach einer Verstärkung für die Flügel. Keine leichte Aufgabe mit schmalem Geldbeutel. Und so handelte sich Bölstler naturgemäß auch Absagen ein. Dass Topal ein guter Fußballer ist, steht fest. Genauso wie die Tatsache, dass er sich sowohl bei der Gladbacher Reserve als auch zuletzt bei Rot-Weiß Oberhausen keinen Stammplatz erkämpfen konnte. Die WSV-Verantwortlichen bauen darauf, dass der 22-Jährige aus früheren Fehlern gelernt hat und nun alles daran setzt, sein Können endlich auch in der Regionalliga auf den Platz zu bringen. Nur dann geht sein neuerliches Engagement in seiner Heimatstadt über den Sommer 2018 hinaus, der Vertrag ist nach Vereinsangaben "stark leistungsbezogen".

Dass Tristan Duschke das rot-blaue Trikot ausgezogen hat, verwundert zunächst. Immerhin bestritt der 21-Jährige, der 2016 aus der Leverkusener A-Jugend an die Hubertusallee kam, insgesamt 41 Ligapartien, war also Stammspieler. Allerdings drohte Duschke beim WSV nun große Konkurrenz durch Neuzugang Tjorben Uphoff, der in der Vorbereitung einen starken Eindruck hinterließ. Zugleich ist es ein offenes Geheimnis, dass sein neuer Club SC Wiedenbrück gehaltstechnisch nicht zu den geizigsten gehört. Möglicherweise zwei parallele Handlungsstränge. Die WSV-Verantwortlichen hüllen sich dazu in Schweigen und gaben nur ein knappes "Dem Wechsel des Innenverteidigers wurde auf Wunsch des Spielers entsprochen. Über die Transfermodalitäten haben alle Parteien Stillschweigen vereinbart" bekannt.

Wenn der WSV am Samstag (27. Januar) um 10.25 Uhr vom Köln-Bonner Flughafen Richtung Valencia abhebt und dann weiter ins einwöchige Trainingslager nach Oliva reist, könnte nach Uphoff, Enes Topal, Michael Blum und Semir Saric sogar noch ein fünfter Neuzugang mit an Bord sein. Dies sei möglich, "es kann aber auch sein, dass es später wird oder gar nicht klappt. Es ist noch immer alles offen", so Bölstler auf Anfrage der Wuppertaler Rundschau. Die Gespräche laufen auf Hochtouren. Fest steht: Das Gesicht des WSV-Kaders verändert sich deutlich.