1. Sport
  2. Sporttexte

Auf dem Beyenburger Stausee: Junioren-Kajakfahrer aus der Ukraine

KSG Wuppertal : Auf dem Stausee: Junioren-Kajakfahrer aus der Ukraine

Mit einem Landeskader-Test begann am Samstag (26. März 2022) für die Canadierfahrer der Kanusport-Gemeinschaft Wuppertal (KSG) der Vorlauf für die Saison 2022. Die Junioren Alina Burandt, Moritz Hasenack und Yannik Schrankel, Jugendfahrer Niklas Escher und die Schüler Emil Faulstich und Laurenz Joest fuhren zur Leistungsüberprüfung nach Duisburg-Wedau.

Den offiziellen Saisonauftakt gibt es dann gleich eine Woche später am 2. und 3. April in Rheine mit den Westdeutschen Meisterschaften im Kanu-Marathon. Dort wird natürlich Marathon-Spezialist Jannick Wienand dabei sein. Außerdem fahren Niels Raeder, Alina Burandt, Moritz Hasenack, Niklas Escher, Jan Kornweibel und Emil Faulstich die langen Distanzen – je nach Altersklasse zwischen 10 und 19 Kilometer – um sich nach dem Winter wieder an den Wettkampfmodus zu gewöhnen.

Leistungsklasse-Fahrer Maximilian Zöllner ist in Rheine nicht mit dabei, denn er trainierte bis Anfang dieser Woche im italienischen Sabaudia und nimmt am zweiten Aprilwochenende an der nationalen Sichtung teil.

 Von vorn: Alina Burandt, Laurenz Joest, Niklas Escher und Emil Faulstich.
Von vorn: Alina Burandt, Laurenz Joest, Niklas Escher und Emil Faulstich. Foto: KSG/Michael Faulstich

Dann geht es auch gleich wöchentlich weiter mit den Kanu-Terminen: Vom 22. bis 24. April steht die Frühjahrsregatta in Essen an. Ende April / Anfang Mai fahren die Wuppertaler Schüler und Jugendfahrer mit den Kollegen des KC Wiking Bochum zur Großen Brandenburger Kanuregatta, während für die Älteren die zweite nationale Sichtung ansteht.

  • Hannah Schlubeck.
    Benefizkonzert in Wuppertal : Musizierende aus Russland und der Ukraine
  • Der Lichterzauber wird mit LED-Lampen gestaltet.
    Am Samstag ab 20:30 Uhr : Barmer Lichterzauber ist Teil der „Earth Hour“
  • Die ukrainische Fahne weht am Campus
    Bergische Uni : Viele Angebote für Geflüchtete

Zur Leistungsüberprüfung begleitete ein Gast die Wuppertalerinnen und Wuppertaler: Vitaly Bilous, 17 Jahre alt, ist mit seinem Vater aus Kiew geflohen und wohnt derzeit in Remscheid. Dort fragte er immer wieder nach einer Möglichkeit, paddeln zu können, berichtet KSG-Sportwart Michael Faulstich. Um ein paar Ecken klappte die Vermittlung an den Beyenburger Stausee, und am vorletzten Samstag saß Vitaly nach Wochen das erste Mal wieder im Boot – die Kajakfahrerin Elisa Himmelmann kann wegen ihres Abiturs gerade nicht so häufig trainieren und leiht ihm ihr Material.

 Vitaly Bilous (vorn) mit Emil Faulstich und Niklas Escher.
Vitaly Bilous (vorn) mit Emil Faulstich und Niklas Escher. Foto: KSG/Michael Faulstich

Die Verständigung klappt ganz gut mit ein bisschen Englisch und mit Übersetzungs-Apps. In den kommenden Wochen wird sich erst entscheiden, ob Bilous am See bleibt oder zu einem auf Kajak spezialisierten Verein wechselt. „Sicher ist, dass Vitaly total glücklich aussah und gar nicht mehr vom Wasser runter wollte“, berichtet Michael Faulstich. „Seit Samstag war er an jedem Trainingstag wieder mit dabei.“