Wuppertaler Finanzen: 11,3 Millionen Euro im Plus

Finanzen: 11,3 Millionen Euro im Plus

Gute Laune bei Oberbürgermeister und Kämmerer: Der vorläufige Jahresabschluss der Stadt Wuppertal für 2018 weist ein Plus von 11,3 Millionen Euro aus. Noch vor einigen Monaten war befürchtet worden, es käme beim Kassensturz ein millionenschweres Minus heraus.

Positiv ausgewirkt hat sich beispielsweise, dass durch das Pflegestärkungsgesetz keine zusätzlichen Kosten entstanden sind, dass sich die Bilanzen der Grundsicherung verbessert haben, und dass es höhere Erstattungen für die Unterbringung von Flüchtlingen gab.

Negativ sieht Kämmerer Slawig nach wie vor die gestiegenen Personalkosten: Eingeplant war ihre Erhöhung um 1,5 Prozent, Gehalts- und Besoldungssteigerungen liefen aber in der Realität auf 3,19 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten hinaus. Außerdem sieht es bei der Gewerbesteuer mit einem Minus von 6,3 Millionen im Vergleich zur Planung nach wie vor mau aus.

Die 11,3 Millionen Plus werden in die städtische Schuldentilgung fließen, mit deren Entwicklung der Kämmerer ziemlich zufrieden ist. Außerdem wird Geld für Rückstellungen beiseite gelegt, um beispielsweise für Gerichtsprozesse, die die Stadt führt, finanziell fit zu sein.

Johannes Slawig: „Der positive Finanztrend wäre trotz Stärkungspakt-Hilfe vom Land ohne unsere eigenen Konsolidierungsanstrengungen, sprich 60 Millionen Euro Einsparungen pro Jahr, nicht machbar gewesen.“ Außerdem froh ist Slawig über die anhaltende Niedrigzinsphase: Wenn es die nicht gäbe, so Slawig, sei eine Haushaltskonsolidierung für Wuppertal nicht realisierbar.

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