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Wuppertaler Einwohnermeldeamt soll effektiver werden

Stadtverwaltung : Einwohnermeldeamt soll effektiver werden

Das Wuppertaler Einwohnermeldeamt (EMA) erwartet eine große Nachfrage nach Ausweisdokumenten – wenn viele Menschen geimpft sind und wieder reisen dürfen. Zusammen mit dem Personalamt haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes deshalb Vorschläge erarbeitet, wie die gesteigerte Nachfrage zu bewältigen sein wird.

Verschärft werde die Situation durch neue gesetzliche Vorgaben und die Bundestagswahl, so die Verwaltung. Beides bringe zusätzliche Aufgaben und Mehrarbeit. Und: „Die Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie erhöhen nochmal den Aufwand und die Organisation des Servicebetriebs am Steinweg.“

Geplant sind nun organisatorische und personelle Maßnahmen wie die Öffnung des EMAs an einzelnen Samstagen, der Einsatz von mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Personalreserve, der Einsatz von Auszubildenden, studentischen Hilfskräften und von Mitarbeitern eines Personaldienstleisters. Die Zahl der Servicearbeitsplätze in den Außenstellen Ronsdorf und Vohwinkel soll erhöht werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass bis zur Normalisierung des öffentlichen Lebens nach der Corona-Pandemie das „Drei-Standorte-Modell“ des EMA (Zentrale Steinweg und Bürgerbüros Ronsdorf und Vohwinkel) beibehalten wird. Möglich sei auch eine Auslagerung der Dokumentenausgabe aus der Zentrale am Steinweg, heißt es: „Damit hatte das EMA während der ersten Corona-Welle im vorigen Jahr gute Erfahrungen gemacht“.

Eine regelmäßige Information der Öffentlichkeit über die Arbeit und die Terminvergabe soll zusätzlich für Transparenz sorgen, Kennzahlen zum EMA sollen regelmäßig veröffentlich werden. „Im Arbeitsschwerpunkt ,Wirksame Verwaltung‘ haben wir uns die Stärkung von Schlüsselbereichen im Bürgerservice wie im EMA, im Straßenverkehrsamt oder bei den Bauanträgen auf die Fahnen geschrieben. Hier wollen wir kurzfristige Verbesserungen für die Bürger erreichen und uns strategisch langfristig effektiver aufstellen. Deshalb haben wir die Arbeitsgruppe aus EMA und Personalamt schon im Januar gebeten, eine Strategie auszuarbeiten, um Rückstände im Service des EMA aufzuarbeiten und um auf eine Nachfrage-Welle im Sommer vorbereitet zu ein“, so Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.

Leistungsfähige und effiziente Verwaltungsprozesse seien „für den Wandel der Stadt und die Akzeptanz der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger von zentraler Bedeutung“, betont der OB. „Das Einwohnermeldeamt steht seit Jahren in der Kritik. Dabei ist das Team hochengagiert, und es ist viel getan worden. Aber jede Optimierung wurde durch neue oder Mehr-Aufgaben und hohe Fluktuation wieder zurückgeworfen. Diese Frust-Spirale für Bürgerinnen und Bürger und Beschäftigte wollen wir jetzt endlich durchbrechen, in dem jeder absehbare saisonale Zuwachs der Aufgaben konsequent durch entsprechende Personalplanung im Vorfeld abgefedert wird.“