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Wuppertaler „Cars of Hope“ startet Hilfstransport​ in die Ukraine

Noch Spenden benötigt : „Cars of Hope“ startet Ukraine-Hilfstransport

Aktivistinnen und Aktivisten der Wuppertaler Initiative „Cars of Hope“ fahren am 16. August 2022 erneut in die Ukraine. Es wird ihre vierte Hilfslieferung in das vom Krieg gebeutelte Land.

Die Helferinnen und Helfer bringen notwendige Güter wie Tourniquets (Abbindesysteme), IFAK-Erste-Hilfe-Kits, Burnshield Rescue Kits (für die Versorgung von Brandwunden), Gesichtsmasken für die Brandwundenversorgung, israelische Notfallbandagen, Medikamente und andere Hilfsgüter, die vor Ort benötigt werden. „Cars of Hope“ wird zunächst Kiew und nach Charkiw ansteuern.

„Wir haben bei den ersten drei Hilfstransporten eine Menge Medikamente, medizinische Geräte, Lebensmittel und andere Hilfsgüter, die in der Ukraine benötigt werden, transportiert“, blickt René Schuijlenburg zurück. Die Gruppe aus Wuppertal wird von Menschen aus anderen Städten unterstützt. „Wir fahren immer mit festen Teams. Einige Leute aus diesen Teams kommen aus anderen Städten. Sie kennen sich gut und sind auch gut vorbereitet.“

Im Juli absolvierte eine Gruppe von „Cars of Hope“ ein taktisches medizinisches Training in Kiew. „Wir hoffen natürlich, dass wir die Fähigkeiten, die wir dort gelernt haben, nie anwenden müssen. Aber seit die russische Armee in die Ukraine einmarschiert ist, ist alles möglich. Wir lernten unter anderem Erste-Hilfe-Maßnahmen für verschiedene Arten von Schusswunden, und was zu tun und was zu unterlassen ist, wenn jemand Phosphorpartikel auf der Haut hat“, so Schuijlenburg.

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Er bezieht inhaltlich deutlich Position: „Im Mai waren wir nur ein paar Straßen von einem russischen Raketenangriff auf Lemberg entfernt. Bäng! Bäng! Bäng! Es folgte ein Stromausfall für mehrere Stunden. Im Juni wurde eine russische Rakete über unseren Köpfen abgeschossen. Wenn man durch den Bezirk Butscha fährt, sieht man überall Zerstörung. Vor allem in Wohngebieten. Und dann kommt man zurück nach Deutschland und hört, dass ,wir‘ auch den russischen Staat verstehen müssen. Wir sprechen hier von einem Angriffskrieg des russischen Staates gegen die Ukraine. Dafür habe ich kein Verständnis, aber ich verstehe, dass die Menschen in der Ukraine sich verteidigen wollen.“

Schuijlenburg: „Unsere Arbeit wäre ohne die Unterstützung so vieler Menschen nicht möglich. Medizinische Geräte und Medikamente werden in der Ukraine dringend benötigt. Vor allem in der Nähe der Frontlinien. Deshalb werden wir im August nach Charkiw fahren. Wir möchten uns bei allen Menschen bedanken, die unsere Arbeit unterstützen."