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Wuppertal - Stadtverwaltung in Bundesbahndirektion: Grüne und FDP dafür

Döppersberg : Stadtverwaltung in Bundesbahndirektion: Grüne und FDP dafür

Die Fraktion der Freien Demokraten im Rat der Stadt Wuppertal (FDP) begrüßt die Pläne der Verwaltung, Verwaltungseinheiten in dem Gebäude der ehemaligen Bundesbahndirektion zu bündeln. Die Pläne finden auch die grundsätzliche Unterstützung der Grünen Ratsfraktion.

Alexander Schmidt, Vorsitzender der der FDP-Fraktion im Rat: „Nach unserer Auffassung ist der Standort am Döppersberg ideal, um hier Verwaltungseinheiten mit viel Publikumsverkehr anzusiedeln. Zudem ist es für den Döppersberg und die Elberfelder City ein Glücksfall, wenn zukünftig rund 700 Mitarbeiter der Stadtverwaltung dort arbeiten und damit auch die City in Elberfeld beleben. Hinzu kommen die vielen Bürgerinnen und Bürger, die ihren Behördengang mit einem Einkauf in der City verbinden können. Das belebt nicht nur die Stadt, sondern stärkt den Elberfelder Einzelhandel. Die ÖPNV-Anbindung an dieser Stelle ist als absolut ideal zu bezeichnen; ebenso die Situation für den Individualverkehr, denn es gibt viele Parkhäuser in unmittelbarer Nähe zur Bundesbahndirektion. Gerade in der Kombination mit Haltestellen für Bus, Bahn und Schwebebahn gibt es in Wuppertal wohl keinen vergleichbaren Standort. Von daher werden wir einen Prüfauftrag auf den Weg bringen, der die Unterbringung des Einwohnermeldeamtes und des jüngst von drei Bezirksvertretungen geforderten Bürgeramtes mit vorsieht. Denn diese würden in dem Gebäude aufgrund der guten Lage für Ämter mit hohem Publikumsverkehr den größten Sinn ergeben.“ Die FDP zeigt sich lediglich verwundert darüber, dass der Mietzins für die Unterbringung der Stadtwerke zu hoch gewesen, nun aber offenbar für die Unterbringung von Leistungseinheiten der Verwaltung bezahlbar ist.

Bürgermeister Marc Schulz von den Grünen erklärt: „Wir haben in der Vergangenheit kein Geheimnis daraus gemacht, dass wir dem geplanten Factory Outlet Center (FOC) in dem alten Bahngebäude kritisch gegenüber standen. Gleichwohl war für uns immer klar, dass ein dauerhafter Leerstand an dieser prominenten Stelle den dauerhaften Erfolg des Döppersberg-Projektes gefährden würde. Schon die Idee, die WSW-Konzernzentrale dort anzusiedeln, die aufgrund des ungeschickten Vorgehens des Oberbürgermeisters scheiterte, haben wir positiv begleitet. Daher begrüßen wir nun auch die Verwaltungs-Pläne für ein Bürgerzentrum. Mit ungefähr 600 Mitarbeiter*innen und geschätzten 1.500 Besucher*innen täglich entsteht dort dann endlich ein Publikumsmagnet, der auch für den Döppersberg Belebung verspricht. Gerade die zentrale Lage und die verkehrliche Anbindung sprechen für dieses Projekt. Und am Ende haben gerade die Bürger*innen einen Vorteil, wenn die unterschiedlichen städtischen Einrichtungen, die bislang über die Stadt verstreut sind, in einem Gebäude gebündelt werden. Welche Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr am Ende tatsächlich dort einziehen, wird Gegenstand der nach dem Grundsatzbeschluss beginnenden Diskussion sein.“