„Im Mittelpunkt stehen deutlich vereinfachte Tarifgebiete, transparentere Grenzen sowie der Wegfall der bisherigen Wabenstruktur und des 2-Waben-Tarifs. Weniger Tarifvarianten, klarere Gebietsgrenzen und eine verständliche Preislogik tragen dazu bei, den ÖPNV für neue und bestehende Kundinnen und Kunden attraktiver zu machen“, so der Verkehrsverbund.
Ein Kernstück der zweiten Reformstufe sei „eine grundlegende Neugestaltung von Tarifgebieten“. Künftig gelte „in den bislang geteilten Großstädten Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Wuppertal das Prinzip ,eine Stadt – ein Tarifgebiet‘. Damit entfallen innerstädtische Tarifgrenzen, und die Ticketwahl wird für Fahrgäste deutlich übersichtlicher.“
„Gerade in großen Städten waren Tarifgrenzen innerhalb des Stadtgebiets für viele Menschen nicht nachvollziehbar“, so VRR-Vorstandssprecher Oliver Wittke. „Mit der neuen Regelung schaffen wir hier echte Klarheit und machen den Nahverkehr komfortabler.“
Deshalb passe man die Zuschnitte der Tarifgebiete an: „Die neuen Grenzen orientieren sich stärker an tatsächlichen Verkehrsströmen, Kreisgrenzen und modernen Verkehrswegen. Durch diese Anpassungen werden typische Fahrbeziehungen besser abgebildet und Tarifgrenzen logischer nachvollziehbar. Für viele Alltagswege bedeutet das künftig eine klarere Zuordnung zur passenden Preisstufe.“
Hinzu komme der Wegfall der Wabenstruktur und des sogenannten 2‑Waben‑Tarifs: „Dieses historisch gewachsene System galt als erklärungsbedürftig und wurde zuletzt von weniger als einem Prozent der VRR‑Kundinnen und -Kunden genutzt. Mit der Reform entfallen komplizierte Ausnahmeregelungen – stattdessen gelten künftig im gesamten Verbund klar definierte und einheitliche Preisstufen: Preisstufe A für Fahrten innerhalb eines Tarifgebiets, Preisstufe B für Fahrten in ein benachbartes Tarifgebiet, Preisstufe C für Fahrten im gesamten VRR‑Gebiet.“
Ergänzt werde Angebot „weiterhin durch das DeutschlandTicket sowie durch eezy.nrw, bei dem Fahrgäste digital ein‑ und auschecken und ausschließlich die tatsächlich gefahrene Strecke bezahlen“. Ziel sei es, „den Umstieg auf Bus und Bahn weiter zu erleichtern und einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten“.