Ev. Kirche in Wuppertal Trauer um Pfarrerin Renate Schäning

Wuppertal · Die evangelische Kirche in Wuppertal und ihre Diakonie trauern um Pfarrerin i.R. Renate Schäning (1962-2026). Die engagierte Theologin hat von 1994 bis 2004 das Diakonische Werk des Kirchenkreises Barmen geleitet. Der Nachruf des Kirchenkreises.

Pfarrerin i.R. Renate Schäning ist gestorben.

Foto: Schäning

„Für sie gehörten Ortsgemeinde, Ökumene und die Diakonie eng zusammen. Renate Schäning verstarb am 20. Februar im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit in Neuwied, wo sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2023 das Diakonische Werk des Kirchenkreises Wied geleitet hatte. Zehn Jahre lang war sie in Wuppertal als Diakoniedirektorin tätig. Mit einem Fünftel ihrer Stelle versorgte sie als Pfarrerin für die Kirchengemeinde Unterbarmen-Ost einen kleinen Gemeindebezirk auf dem Rott, wo sie damals auch lebte.

„Nah an den Menschen“, das ist das wesentliche Kennzeichen, das Menschen, die sie in ihrem Dienst in Wuppertal erlebt haben, mit ihr verbinden. Die Hinwendung zu all jenen, die belastet von Sorgen, Nöten und sozialer Benachteiligung waren sowie der Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Menschlichkeit prägten das Wirken der Theologin in Wuppertal.

Markenzeichen: Humor und Vertrauen

Ihr feiner Humor und eine gemeinde- und menschennahe Ausrichtung der diakonischen Arbeit sowie des Dienstes in der Gemeinde waren ihre Markenzeichen. Während ihrer Tätigkeit für die Diakonie hat Renate Schäning Projekte und Dienste mit ihren Mitarbeitenden entwickelt, die bis heute Bestand haben und Menschen Hoffnung, Beistand und Perspektive schenken.

Als Diakoniedirektorin ist es ihr gelungen, Mitarbeitende zu ermutigen, Talente zu fördern und ein Klima des Vertrauens zu schaffen. Pfarrerin Schäning war die Modernisierung diakonischer Strukturen sehr wichtig. So führte sie das Diakonische Werk Barmen in die Rechtsform der Diakonie Barmen gGmbH über. Sie engagierte sich zudem als Vereinsvorsitzende im Kuratorium Behindertes Kind e.V., gründete die Cura gGmbH zum Ausbau der Frühförderung für Kinder mit Behinderungen, war Vorsitzende im evangelischen Betreuungsverein und maßgeblich an der Gründung der Christlichen Hospiz-Stiftung beteiligt.

Von Barmen nach Neuwied

Die inhaltlichen, strukturellen und persönlichen Veränderungen, die mit der Fusion der Kirchenkreise Barmen und Elberfeld und der Eingliederung der Barmer Diakonie in die Elberfelder Strukturen am 1. Januar 2005 verbunden waren, sind nicht spurlos an ihr vorübergegangen. Am 1. September 2006 übernahm die leidenschaftliche Seelsorgerin und Diakonikerin die Leitung des Diakonischen Werkes in Neuwied. Zum 1. Januar 2024 trat sie in den Ruhestand.

Der Evangelische Kirchenkreis, die Diakonie und die Kirchengemeinde Unterbarmen sind dankbar für den Dienst von Renate Schäning und teilen die Trauer und die Auferstehungshoffnung mit ihrer Familie.“