Los geht es im Schwebodrom am Werth, wo Planung, Bau und Technik der Bahn multimedial erlebbar werden — inklusive begehbarem Kaiserwagen. Anschließend folgt die Fahrt mit der Schwebebahn von der Werther Brücke bis nach Vohwinkel.
Unterwegs verbindet Schlottner Technik- mit Stadtgeschichte: Von der Industrialisierung, die Wuppertal zur ersten großen Industrieregion Deutschlands machte, bis zur Rolle der Bahn beim Zusammenwachsen von Barmen und Elberfeld. Auch kuriose Details fehlen nicht — etwa, dass Anwohner entlang der Schwebebahnstrecke in Vohwinkel einst „Gardinengeld“ von der Stadt verlangten, weil Fahrgäste direkt in ihre Wohnungen schauen konnten.
An ausgewählten Punkten, etwa am Sonnborner Viadukt nahe dem Zoo, wird ausgestiegen. Dort eröffnen sich ungewöhnliche Perspektiven auf Stadt, Architektur und Leben entlang der Strecke.
Die Führung endet an der Endstation Vohwinkel. Wer die Schwebebahn bisher vor allem als praktisches Transportmittel kannte, dürfte sie danach mit anderen Augen sehen — als „schwebende Lebensader“, die Wuppertal seit 125 Jahren prägt.