Slawig: "Besser als nichts"

Wuppertal · Wuppertal bekommt aus Berlin 37,32 Millionen Euro — und investiert das Geld in ein breit gefächertes Infrastruktur-Mosaik.

 Lange Schlangen vor dem Einwohnermeldeamt — bald ein Relikt aus der Vergangenheit?

Lange Schlangen vor dem Einwohnermeldeamt — bald ein Relikt aus der Vergangenheit?

Foto: Heinz Eschmat (Archiv)

Bildung, Energieeinsparung, Lärmschutz und mehr Wohlfühlatmosphäre in den Innenstädten von Barmen und Elberfeld — das ist, so Oberbürgermeister Andreas Mucke, das Zielbündel für eine lang ersehnte Finanzspritze aus dem sogenannten Bundesinvestitionsprogramm: Einen "breiten, nachhaltigen Bogen" könne man, so Mucke, mit den über 37 Millionen nun spannen. Geld, von dem Stadtkämmerer Johannes Slawig übrigens sagt, es behebe nur einen Bruchteil des Wuppertaler Sanierungsstaus, sei "aber besser als nichts".

Vier neue Kitas für etwa 800 Kinder werden gebaut und mehrere Schulen energetisch auf Vordermann gebracht, 13 Straßen bekommen neue Fahrbahnen, die für mehr Lärmschutz sorgen. Es gibt eine Vielzahl neuer, energiesparender LED-Leuchten — und etliche Straßen in den City-Fußgängerzonen von Barmen und Elberfeld können frisch und attraktiv gepflastert werden.

Außerdem will die Stadt das völlig veraltete und angesichts des großen Andrangs überlastete Einwohnermeldeamt am Steinweg im Sinn moderner Offenheit umbauen und deutlich erweitern. Zusätzlich bekommen die Zoo-Säle einen Schub in Richtung Carl-Fuhlrott-Begegnungsstätte.

Sozialdezernent Stefan Kühn freut sich, dass allein fast 20 Millionen des Berlin-Geldes in die Bildung fließen — und Uwe Flunkert, Chef des Gebäudemanagements, blickt nach vorn. Rund 860 Immobilien hat die Stadt: Ihr Energieverbrauch sei in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gesenkt worden. In fünf Jahren, wenn er in den Ruhestand geht, plant Flunkert, das Sparziel von 50 Prozent erreicht zu haben.