Samstag in Wuppertal: Demos auf Kollisionskurs

Samstag im Wuppertaler Osten : Demos auf Kollisionskurs

Zwei Demonstrationen mit politischem Sprengstoff sind am Samstag (20. April 2019) in Barmen und Oberbarmen angemeldet. Es geht um einen rechten Auftritt und den Protest dagegen am Geburtstag von Adolf Hitler. Laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums hat die Behörde für beide Gruppen Auflagen verfügt. Ziel sei, das friedliche Miteinander sowie Sicherheit und Ordnung zu schützen.

Veranstaltern zufolge sammelt sich um 10 Uhr der Ostermarsch Wuppertal unter dem Motto „Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus“ am Engelsgarten in Barmen. Der Umzug soll an 3.300 Wuppertaler Opfer der Nazi-Diktatur erinnern.

Dem Polizeisprecher zufolge hat ein Bündnis aus Einzelpersonen, Organisationen und Parteien 500 Teilnehmer angemeldet. Sie sollen ab 11 Uhr über den Werth zum Wupperfelder Markt ziehen. Anders als vom Veranstalter beabsichtigt, dürften aber nur fünf Personen um 12.30 Uhr eine Gedenk-Installation vor dem Haus Berliner Straße 162 einweihen.

Ursprünglich habe die gesamte Demonstration dorthin ziehen und dort enden sollen. Das lasse die Polizei nicht zu.

Dem Präsidium zufolge bewegt sich eine bereits seit dem 1. Januar 2019 angemeldete Demonstration der Partei „Die Rechte“ ab 13 Uhr ab Berliner Platz. Angemeldet seien 200 Teilnehmer. Deren Thema soll laut früheren Mitteilungen der Veranstalter der Europa-Wahlkampf der Rechten sein, die von einer „Frühjahrsoffensive“ sprechen.

Dieser Gruppe verbietet die Polizei Parolen, die sie bei früheren Demonstrationen in Barmen gerufen haben soll: „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“, „Schlagt den Linken die Schädeldecke ein“ und „Linkes Gezeter, neun Millimeter“.

Laut Präsidium führt der Weg der Rechten über die Berliner Straße an der frisch eingerichteten Gedenk-Installation vorbei zum Barmer Bahnhof. Beide Demonstrationen kämen sich am Wupperfelder Markt am Nächsten.In Barmen muss wegen der Demos von 10 bis 20 Uhr mit Verkehrsproblemen gerechnet werden.