Döppersberg-Kommission: Primark erst in einem Jahr

Döppersberg-Kommission : Primark erst in einem Jahr

Ende 2018 sollte es losgehen mit dem Textil-Discounter Primark im zentralen Döppersberg-Gebäude. Daraus wird nichts. Die Stadtverwaltung erfuhr auf Umwegen, dass der Hauptmieter der Bronze-Immobilie mit dem Innenausbau hinterherhängt.

Mit der Eröffnung ist voraussichtlich erst im Juni oder Juli 2019 zu rechnen.

Planungsdezernent Frank Meyer strahlte in der Döppersberg-Kommission keineswegs vor Glück: "Wir waren sehr überrascht, und ich persönlich bin verärgert, weil ich mich veralbert fühle, um nicht ein stärkeres Wort zu benutzen" — so O-Ton Meyer.

Dem Dezernenten gefällt überhaupt nicht, dass der untere Bahnhofsplatz, an dessen Rand Primark liegt, sozusagen schon komplett fertig ist — der Textilanbieter mit seinem Vorhaben aber nicht. Druck ausüben oder ähnliches kann die Stadt nicht: Ihr Vertragspartner ist der irische Investor Signature Capital — und der hat Primark als Ankermieter mitgebracht. Platt gesagt: Vertragstechnisch hat die Stadt Wuppertal mit Primark nichts zu tun. Dezernent Frank Meyer: "Wir warten in der Sache jetzt auf eine Antwort von Signature Capital."

Fest steht jedenfalls, so der Kommissionsvorsitzende Klaus Jürgen Reese: Der Innenausbau des Textilers (dabei geht es beispielsweise auch noch um den Einbau einer Rolltreppe in das schon fertige Gebäude) wird sich noch bis Ende 2018 hinziehen.

Eigentlich sollten diese Aktionen längst auf Hochtouren laufen. Der Primark-Start verschiebe sich daher in Richtung Juni oder Juli 2019.
Doch es gibt auch positive Signale: Rechtsamtsleiter Olaf Radtke schilderte einen Anruf aus dem Hause Primark. Dabei habe man von ihm wissen wollen, wer im Wuppertaler Ordnungsamt der richtige Ansprechpartner für den zu erwartenden Besucheransturm bei der Primark-Eröffnung sei.
Olaf Radtke: "Das fragt man ja nicht ohne guten Grund. Ich gehe davon aus, dass Primark kommt."

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