1. Lokales

Polizei legt in Wuppertal „aktive Mittagspause ein“​

Tarifverhandlungen : Polizei legt in Wuppertal „aktive Mittagspause ein“

Rund 120 Beschäftigte des Polizeipräsidiums haben sich am Donnerstag (16. November 2023) in Wuppertal vor dem Gebäude an der Friedrich-Engels-Allee an der landesweiten „aktiven Mittagspause“ beteiligt. Ihr Ziel war es, „gegen die Blockadehaltung der Länder bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst“ zu protestieren.

Unterstützt wurde die Kreisgruppe Bergisches Land der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die zuständig für die Beschäftigten (Polizistinnen und Polizisten, Tarifbeschäftigte und Verwaltungsbeamte) in Wuppertal, Remscheid und Solingen ist, durch Kolleginnen und Kollegen der Kreisgruppen Ennepe-Ruhr-Kreis und Mettmann.

Man wolle, „dass die Beschäftigten des Landes endlich genauso bezahlt werden“ wie die Beschäftigten beim Bund und den Kommunen“, fordert die Gewerkschaft. „Die Aufgaben werden immer mehr, das Gehalt bleibt aber gleich“, kritisiert Björn Lüdtke (stellvertretender Vorsitzender der GdP Kreisgruppe Bergisches Land) „nach vier Jahren Dienst von einer Krise in die nächste“,

Gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Bildungsgewerkschaft GEW und dem Beamtenbund will die GdP außerdem, dass „die in den vergangenen Jahren entstandene Lücke zwischen dem Einkommen im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft“ geschlossen wird. „Wenn der öffentliche Dienst eine Zukunft haben soll, brauchen wir wettbewerbsfähige Einkommen. Sonst werden wir bald keine Fachleute mehr finden, die bei der Polizei arbeiten wollen“, warnte Lüdtke.

  • Die Kirche der Gemeinde St. Joseph
    Offener Brief des Wuppertaler Katholikenrates : „Sehen wir Besorgnis auf weiteren Vertrauensverlust“
  • Gruppenfoto nach der Auszeichnung mit den
    Dank für Engagement : Wuppertaler SPD verleiht erstmals Ehrenamtspreise
  • Der Feuerwehr-Einsatz in der KfZ-Werkstatt.
    Bewegtbild-Übersicht : Die Videos der Wuppertaler Rundschau

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 500 Euro für jeden. Die Übernahme des Tarifabschlusses solle an die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger weitergegeben werden. „Darüber hinaus wollen wir endlich dringend nötige strukturelle Verbesserungen erreichen wie zum Beispiel den stufengleichen Aufstieg bei Höhergruppierungen“, heißt es.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 7. und 8. Dezember 2023 statt. Für den 5. Dezember hat die GdP Bergisches Land zur Teilnahme an der Großdemonstration in Düsseldorf aufgerufen, wo für mehr Einkommen protestiert werden soll.

(red/jak)