Auswertung des Wupperverbandes Im Oktober kam viel Regen vom Himmel

Wuppertal · Der Oktober startete zunächst trocken. Doch nach dem ersten Drittel wurde es regnerisch. So kamen am Ende an den Messstellen im Wuppergebiet überdurchschnittliche Regenmengen zusammen. Der Oktober bildete den Abschluss eines insgesamt sehr nassen Wasserwirtschaftsjahres 2023, wie die Auswertung des Wupperverbandes zeigt.

Symbolbild.

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Foto: Achim Otto

An der Bever-Talsperre in Hückeswagen wurden insgesamt 160 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Im langjährigen Mittel sind es im Oktober dort 109 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen-Lindscheid fielen 128 Liter, der Durchschnitt liegt hier bei 94 Litern. Auf der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal lag die Regenmenge bei 139 Liter, im Durchschnitt sind es 90 Liter. Am nassesten war es an der Messstation Lingese-Talsperre, dort fielen 169 Liter. Am trockensten war es an der Kläranlage Leverkusen mit 89 Litern.

Im Wasserwirtschaftsjahr 2023 (1. November 2022 bis 31. Oktober 2023) kamen an der Messstelle Bever-Talsperre insgesamt 1.598 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusammen. Der langjährige Mittelwert von 1.297 Litern pro Quadratmeter wurde somit um 300 Liter übertroffen.

„Damit unterschied sich dieses Wasserwirtschaftsjahr von einigen Vorjahren, die zum Teil zu trocken waren und deutlich unterdurchschnittliche Jahressummen erzielten, wie zum Beispiel die Jahre 2018 und 2019. Ein vergleichbar nasses Jahr gab es an der Bever-Talsperre zuletzt 2007 mit damals 1.632 Litern pro Quadratmeter“, so der Wupperverband. „Die Niederschlagsmengen waren sehr unterschiedlich verteilt. Die Monate Januar, März, Juli, August und Oktober waren besonders nass mit teilweise mehr als doppelt so viel Regen wie im Monatsdurchschnitt. Sehr geringe Regenmengen brachten hingegen die Monate November 2022, Mai und Juni.“

Dank der Regenmengen im Winterhalbjahr, insbesondere im März, erreichten die Talsperren des Wupperverbandes bis Mai jeweils ihren Zielfüllstand. Brauchwassertalsperren wie etwa die Wupper- und Bever-Talsperre leisten Hochwasserschutz und Niedrigwasseraufhöhung in Trockenzeiten. Aus der Großen Dhünn-, Herbringhauser- und Kerspe-Talsperre stellt der Wupperverband Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung bereit. Zusätzlich dient die Große Dhünn-Talsperre auch dem Hochwasserschutz und der Niedrigwasseraufhöhung.

Im Januar wurde bei einem Winterhochwasser ein Großteil der Wassermengen in den Brauchwassertalsperren am Oberlauf der Wupper gepuffert. „So stiegen die Pegel unterhalb der Talsperren an, blieben aber im unkritischen Bereich. Durch das Talsperrenmanagement wurde der Unterlauf der Wupper geschützt und Schäden wurden vermieden“, teilt der Verband mit.

In den Trockenphasen des Jahres 2023, insbesondere im Mai und Juni, haben die Talsperren Wasser an die unterhalb liegenden Flussläufe abgegeben und eine Mindestwasserführung gewährleistet. Davon profitieren die Lebewesen im Fluss.

Da die Sommermonate Juli und August in diesem Jahr sehr nass waren, betrug die Niedrigwasserabgabe an die Wupper aus der Wupper-Talsperre mit Unterstützung der übrigen Talsperren im oberen Wuppergebiet rund 22 Millionen Kubikmeter. Im Vergleich dazu hatte der Wupperverband im Trockenjahr 2018 das Ökosystem Wupper mit 43 Millionen Kubikmetern Wasser aus den Talsperren unterstützt.

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