Kritik der Freien Wähler Keine Abstellplätze für private E-Scooter

Wuppertal · Der Wuppertaler Rat hat einen Antrag der Freien Wähler abgelehnt, die Einrichtung von Abstellplätzen für E-Scooter zu prüfen. Sie sollten demnach zusätzlich an geeigneten Fahrrad-Abstellplätzen für Nutzerinnen und Nutzern von privaten E-Scootern geschaffen werden.

Kommerzielle E-Scooter am Johannisberg.

Kommerzielle E-Scooter am Johannisberg.

Foto: Wuppertaler Rundschau/jak

„Ziel des Antrags war, die von allen Fraktionen immer beschworene Verkehrswende konstruktiv im Bereich E-Scooter weiterzuentwickeln. Leider muss man feststellen, dass die politischen Mitbewerber darunter anscheinend nur Fahrräder verstehen. Diese Kurzsichtigkeit prägt in vielen Bereichen den politischen Diskurs“, kritisiert Bettina Lünsmann (Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen).

Diese neue Form der Mobilität habe, so Lünsmann, „bisher keine begleitende Infrastruktur. Hier hätte man mit sehr überschaubaren Summen, viel weniger als beispielsweise für Fahrradabstellbügel notwendig ist, einen Beitrag für die private Nutzung von E-Scootern leisten können. Dies ist für die politischen Mitbewerber anscheinend jedoch zu progressiv.“

Während in vielen anderen Städten, auch im europäischen Ausland, „konstruktiv daran gearbeitet“ werde, „auch für neue Formen der Mobilität vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen, versteht man in Wuppertal unter Verkehrswende anscheinend nur den Kampf gegen das Auto, wie man eindrucksvoll in der Hünefeldstraße bewundern kann“, so die Freien Wähler. Deren Neuaufteilung habe man „aufgrund der im Vorfeld schon abzusehenden Probleme abgelehnt“.

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