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Lebenshilfe Wuppertal: Digitale Wurzeln für Aquarien

Lebenshilfe Wuppertal : Digitale Wurzeln für Aquarien

Die Lebenshilfe Wuppertal scannt Hunderte Wurzeln ein – und erfasst Daten für eine Simulation.

3D heißt das Zauberwort. Der Bauzeichner plant Häuser virtuell, dem Spieler wird simuliert, im Spiel selbst am Autorennen teilzunehmen und der Frisörkunde kann die Frisur online ausprobieren und von allen Seiten begutachten, bevor die Schere Tatsachen schafft. „Meines Wissens gibt es aber noch keinen, der Wurzeln für den Aquariumsbedarf als 3D (GLB Daten) anbietet“, berichtet Markus Koelmann von der Mako GmbH in Straelen.

Die Idee: Nachdem die Wurzel gescannt ist, kann sie mit Hilfe eines Links in 3D-Qualität in das eigene Aquarium projiziert werden. Die Lebenshilfe Wuppertal erfasst sämtliche Bilddaten jeder einzelnen Wurzel und überträgt sie in den PC. Bisher wurden auf diese Weise rund 500 Wurzeln von Menschen mit Behinderung erfolgreich gescannt. „Einer unserer Mitarbeiter hatte direkt großes Interesse, die Arbeit zu übernehmen“, berichtet Werkstattleiter Rainer Speker. Der computeraffine Mann mit geistiger Behinderung scannt mit einem 3D-Scanner und einem Drehteller alle Seiten der 500 bis 1.000 Gramm schweren Wurzeln. Zusätzlich fotografiert er sie mit einer Digitalkamera und fügt alle erfassten Daten im Computer zusammen. Auch Gewicht und Größe jeder einzelnen Wurzel werden erfasst.

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Koelmann, dessen Unternehmen als Zwischenhändler unter anderem für Anbieter im Bereich Aquarienprodukte auftritt, ist sehr zufrieden mit der bisherigen Umsetzung. Weitere hunderte filigrane bis rustikale Wurzeln wurden bereits bei der Lebenshilfe-Werkstatt Hauptstraße angeliefert, um gescannt zu werden. So kann die Wurzel, die durch die Arbeit der Lebenshilfe ein 3D-Modell im Computer geworden ist, später als scheinbar existierender Gegenstand in die Aquarien der potenziellen Käufer gelangen. Und wenn der Kunde mit seiner Unterwasserlandschaft zufrieden ist, ziert möglicherweise bald die echte Wurzel sein Aquarium.