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Junior Uni Wuppertal: Bildung nach Corona – wie geht es weiter?

Junior Uni Wuppertal : Bildung nach Corona – wie geht es weiter?

Wie lässt sich digitale Bildung praxisnah gestalten und wie soll sie in der Zukunft aussehen? Bei einer digitalen Bildungstagung, die von der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land ausgerichtet wurde, konnten Bildungsakteure aus ganz Deutschland innovative Ideen für digitales Lehren und Lernen kennenlernen und sich zu Herausforderungen und Perspektiven digitaler Bildung austauschen.

Mit ihrem deutschlandweiten Netzwerk aus Schulen, Hochschulen und außerschulischen Lernorten teilte die Junior Uni bei der Tagung ihre Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr. Ein Impulsvortrag, Gesprächsrunden und verschiedene praxisnahe Workshops sorgten dabei für vielfältige Impulse und einen regen Austausch untereinander.

An der Tagung haben Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 100 Schulen, Kitas, Universitäten sowie unterschiedlichsten außerschulischen Bildungseinrichtungen aus ganz Deutschland teilgenommen. „Wir freuen uns, dass wir unsere Erfahrungen mit digitaler Bildung mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus so vielen unterschiedlichen Bereichen teilen konnten“, erzählt Dr. Ariane Staab, Geschäftsführerin der Junior Uni. Zum Start kamen junge Menschen zu Wort, die von ihren Erfahrungen aus dem Unterricht, den digitalen Junior Uni-Kursen und der Musikschule berichteten. Fazit: Die Technik macht immer wieder Probleme, vor allem aber fehlt das soziale Miteinander – Herausforderungen, von denen auch die Teilnehmer der Bildungstagung berichteten.

Prof. Cornelia Gräsel, Prorektorin der Bergischen Universität Wuppertal, betonte in ihrer Begrüßung, „wie unglaublich aufwändig die Gestaltung digitaler Lehre ist, ob in Schulen oder außerschulischen Lernorten“, und lobte die Junior Uni für ihre blitzschnelle Umstellung auf digitale Angebote. Anschließend teilten die Geschäftsführerinnen der Junior Uni, Dr. Ariane Staab und Dr. Annika Spathmann, die Erfahrungen der Junior Uni mit digitaler Bildung mit den Teilnehmern: Von vielfältigen Videoformaten über interaktive Online-Kurse bis hin zu Livestreams.

Auch im Impulsvortrag von Prof. Dr. Amitabh Banerji, Professor für Didaktik der Chemie an der Universität Potsdam, ging es um innovative Methoden der digitalen Lehre. Der Wissenschaftler war bei der Entwicklung von sogenannten „Remote-Labs“ beteiligt. Die Idee hierbei: Lernende – obwohl nicht im Labor anwesend – können Versuche mithilfe von Tablets aus nächster Nähe beobachten und durch Anweisungen an Experimentierende vor Ort „fernsteuern“. Diese interaktive Methode konnte anschließend in einem Praxis-Workshop ausprobiert werden. Daneben stand auch eine vielfältige Mischung weiterer Themen zur Auswahl: Von Mitmachexperimenten über Videoproduktion bis hin zum Austausch mit Lehrkräften und Erziehern über den digitalen Unterricht und die Einbindung außerschulischer Bildungseinrichtungen.

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„Besonders die Workshops boten den bunt gemischten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, sich interaktiv in Kleingruppen auszutauschen und digitale Methoden selbst auszuprobieren. Sie waren sich am Ende der Tagung einig, dass die digitale Bildung auch in Zukunft eine wichtige Ergänzung zum Präsenzlernen darstellen sollte“, so das Fazit von Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Annika Spathmann.