1. Corona Virus

Lünenschloss und Lindh: „Kinder in Wuppertal mit Aufholpaket stärken“

Lünenschloss und Lindh : „Kinder in Wuppertal mit Aufholpaket stärken“

Zusätzliche zwei Milliarden Euro stellt die Bundesregierung für Nachhilfeangebote, frühkindliche Förderung und Familienfreizeiten zur Verfügung. Besonders bedürftige Familien erhalten zudem einen erneuten Kinderbonus in Höhe von 100 Euro. Die CDU-Bundestagskandidatin Caroline Lünenschluss und der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh rufen Organisationen in Wuppertal auf, mögliche Förderungen sobald wie möglich zu beantragen.

Lünenschloss: „Die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt haben unter der Krise besonders gelitten. Der Distanz- und Wechselunterricht und besonders die weggefallenen Freizeitaktivitäten und Treffen mit Familie und Freunden haben sie besonders belastet. Es ist genau deshalb wichtig, dass auch die psychischen Krisenfolgen im Paket bedacht wurden. Eine Milliarde Euro stehen allein für soziale Maßnahmen zur Verfügung.“

Neben Freizeitaktivitäten, Ferienfreizeiten und Musikunterricht stehen besonders Nachhilfe- und Förderprogramme im Fokus des Aufholpakets. Laut Lünenschloss „haben unsere Kinder ein Jahr in der Schule fast komplett verloren. Deshalb ist es entscheidend, dass die Hilfen jetzt in Wuppertal ankommen und die entstandenen Lernlücken geschlossen werden. Die Verwaltung sollte Organisationen bei der Beantragung unterstützen, um eine rasche Umsetzung zu ermöglichen.“

  • Helge Lindh.
    Maifeiertag : Lindh (SPD): „Faire Löhne statt Applaus“
  • Helge Lindh.
    „Querdenker-Bewegung“ : Lindh: Verfassungsschutz handelt richtig
  • Durch Rasenflächen können Niederschläge versickern (Symbolbild).
    Umweltschutz : Flächen in Wuppertal sollen entsiegelt werden

Durch das Paket würden, so Lindh, gerade jene Kinder besonders gefördert, die während des Distanzunterrichts und der Zeit, in der viele Betreuungseinrichtungen und außerschulische Lernangebote eingeschränkt waren, am stärksten unter den Folgen der Pandemie gelitten hätten. Das Corona-Aufholpaket knüpfe dabei an bestehenden Strukturen an und fördere deren raschen Ausbau. Gerade für Wuppertal, wo ein Drittel aller Kinder als arm gelten, sei eine wichtige Hilfe. Bereits bei der Bereitstellung von Laptops für den Distanzunterricht für Haushalte in Grundsicherung habe das Wuppertaler Jobcenter gezeigt, dass es diese Hilfen schnell umsetzen könne.

Lindh: „Die Corona-Pandemie ist nicht nur eine gesundheitliche Krise. Der Betreuungs- und Schulausfall, die Schließung von Musikschulen und Sportangeboten und der Ausfall von Ferienfreizeiten trifft viele Kinder hart. Wir müssen jetzt alles daransetzen, dass Lernrückstände möglichst schnell behoben werden – unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die Bundesregierung hat auf Initiative der SPD dazu wichtige Maßnahmen beschlossen. Eine Milliarde Euro werden den Ländern für die Behebung von Lernrückständen bereitgestellt. Das ist ein wichtiger Beitrag, der schnell umgesetzt werden muss. In Wuppertal gilt ein Drittel der Kinder als arm, ein Umstand, der schon in ,normalen‘ Zeiten unerträglich ist, nun aber ganz akut Unterstützung nach sich ziehen muss.

Eine weitere Milliarde Euro solle in außerschulische Angebote investiert werden. Familienferienzentren, Kinder- und Jugendfreizeiten als auch die Unterstützung bei Freizeitangeboten würden gefördert. „Das Corona-Aufholpaket setzt dabei bei der Vielzahl von Angeboten an, die Kindern und Jugendlichen helfen, ihren Weg im Leben zu gehen. Jedes Kind ist anders und hat andere Bedarfe, deshalb muss auch die Breite der Angebote gefördert werden. Wir müssen verhindern, dass die Corona-Krise eine Bildungs- und Sozialkrise wird. Jetzt, wo ein Ende der Pandemie zwar noch nicht greifbar ist, aber dennoch spürbar näherkommt, muss an der Bewältigung der Lernrückstände gearbeitet werden. Wir haben die Kinder und Jugendlichen nicht vergessen. Wenige Maßnahmen waren so schmerzhaft und umstritten, wie die Schulen in Distanzunterricht zu versetzen. Die jungen Menschen, die hochgradig solidarisch mit ihrer Eltern- und Großelterngeneration waren und starke Einschränkungen hingenommen haben, dürfen jetzt alle Unterstützung erwarten, die die Gesellschaft ihr geben kann“, so der SPD-Politiker.