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Laurentiusplatz: Milli Görüs geht an anderen Ort

Belegung an Osterfeiertagen : Laurentiusplatz: Milli Görüs geht an anderen Ort

In der Diskussion um die Nutzung des Laurentiusplatzes an den Osterfeiertagen hat Oberbürgermeister Andreas Mucke die Erklärung der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs begrüßt, die von ihren Plänen Abstand genommen hat.

„Wir werden dem Moscheeverein in der nächsten Woche eine Alternativlösung anbieten. Für das Frühlingsfest des Vereins Milli Görüs auf dem Laurentiusplatz hat es keine Genehmigung gegeben und es hätte auch keine geben können. Die Bedeutung des Osterfestes und die damit verbundenen Feierlichkeiten auf dem Platz schließen jede anderweitige Nutzung an diesen hohen Feiertagen aus. Daher werden wir Milli Görüs einen anderen Platz anbieten. Allerdings gilt selbstverständlich überall in unserer Stadt das Feiertagsgesetz in Bezug auf den Karfreitag, an dem keine Feste gefeiert werden“, so Mucke.

Der OB will unterdessen die Genehmigungsstrukturen für Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen innerhalb der Verwaltung so verbessern, dass künftig solche unnötigen Irritationen ausschlossen sind. Mucke betonte, dass die Integrationsarbeit aller religiösen Gruppen in Wuppertal vorbildlich sei. „Der Umgang miteinander ist von großem Respekt und Dialogbereitschaft geprägt.“

Zuvor hatte Müslüm Şen, stellvertretender Vorsitzender der Yunus Emre Camii in Wuppertal Elberfeld, die zur Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) gehört, erklärt: „Die Laurentiuskirche sollte am Ostern den Laurentiusplatz selbstverständlich ungestört und uneingeschränkt nutzen können. Wir werden unser Frühlingsfest an einem anderen Ort veranstalten.

Wir haben erfahren, dass es bei der Nutzung des städtischen Laurentiusplatzes zu Überschneidungen gekommen ist. Ursprünglich hatte die ‚Yunus Emre Camii‘ in Elberfeld vor, auf dem Platz das Frühlingsfest auszurichten. Durch eine Medienanfrage haben wir erfahren, dass dort die katholische Laurentiuskirche unter anderem das Osterfeuer machen will.

Die Laurentiuskirche sollte am wichtigsten Fest der Christen diesen Platz selbstverständlich ungestört und uneingeschränkt nutzen können. Deshalb geben wir der Kirche gerne den Vorzug. Das gebietet unser Verständnis von einer guten nachbarschaftlichen Beziehung. Wir werden uns nach einem anderen Platz umsehen. Die Stadt hat bereits Unterstützung bei der Suche nach einem anderen Veranstaltungsort zugesagt.“