Am 29. Juni auf der Talachse Der „Lange Tisch“: Feiern mit allen und für alle

Wuppertal · Der Countdown läuft: Am Samstag (29. Juni 2024) feiert Wuppertal ab 16 Uhr mit dem „Langen Tisch“ seinen 95. Stadtgeburtstag. Bei einer Pressekonferenz gab es diese Woche weitere Infos zur XXL-Party, die alle fünf Jahre Hunderttausende auf die Talsohle lockt.

  Von li.: Uwe Schneidewind, „Atti“ und Renate Reinartz, Eventkoordinator Bastian Zeise, Axel Jütz sowie Martin Bang sind schon in Feierlaune.

Von li.: Uwe Schneidewind, „Atti“ und Renate Reinartz, Eventkoordinator Bastian Zeise, Axel Jütz sowie Martin Bang sind schon in Feierlaune.

Foto: WMG

Sie fand in der Druckerei von Kurt „Atti“ Reinartz statt, die quasi im Epizentrum der Festmeile liegt. Martin Bang, Chef des Wuppertal Marketings, erklärte dabei, dass er mit Reinartz am Ende jedes gemeinsamen „Langen Tisches“ noch über die B7 fegt, um den sanften Weckdienst für diejenigen zu spielen, die auf dem Mittelstreifen ihren Rausch ausschlafen. Wer will, dürfe noch in der Werkstatt von Kurt Reinartz den Abgesang einläuten – aber um 6 Uhr werde angedruckt, scherzen er und Bang, der Oberbürgermeister lacht herzlich.

Überhaupt ist diese Pressekonferenz ein freudiger Anlass: Wo sonst gibt es ein Stadtfest für alle von allen, mit 13 Bühnen über die Talachse verteilt, die ohnehin schon die Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger verbindet? Wohl nur im schönen Wuppertal, wo der „Lange Tisch“ eine Institution geworden ist.

250 Beteiligte werden dafür sorgen, dass alles möglichst barrierefrei abläuft. „Es wird ein Gebärdensprache-Team geben – für alle, die sonst ausgeschlossen sind“, sagt Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und fügt spaßend hinzu: „Man kann mich dann über alle Kanäle erleben.“

Doch auch viele Parkplätze für Menschen mit Behinderung, Armbändchen mit Telefonnummern als Vorsorge wegen verloren gegangener Kinder und hohe Fahnen, die auf die Toiletten hinweisen, gehören zum diesjährigen achtsamen Konzept, berichtet Martin Bang.

Zwischen Haspel und Altem Markt wird auf 13 Bühnen vom Posaunenchor bis zum Rap alles zu hören sein, Highlights sind außerdem das Schauspiel und das Sinfonieorchester, das man selbst dirigieren darf. Und natürlich gibt’s wieder jede Menge Tische von privaten Teilnehmern, Vereinen,. Firmen und Organisationen aus dem Tal.

Dass das Fest am Samstag, 29. Juni, trotz kurzer Vorlaufzeit auf die Beine gestellt werden kann, liege an der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung sowie den Sponsoren und Partnern, berichtet Nina Bossy vom Wuppertal Marketing. Das bestätigt Axel Jütz von der Stadtsparkasse: „Wir nehmen aktiv teil mit unserem großen Familien-Piratenfest in Elberfeld.“

Nun steht diesem Riesenevent nichts mehr im Wege, entlang der Feiermeile sei alles geplant – nur Kurt Reinartz sucht noch „kräftige Kerlchen“, um ein Banner aufzuhängen ...