1. Lokales

„Lärmaktionsplan“: Entschärfung von neun Lärmpunkten

„Lärmaktionsplan“ : Entschärfung von neun Lärmpunkten

Auf dem Weg durch die politischen Gremien ist er bereits, im Juni wird er in einem Online-Seminar den Ausschuss und Bezirksvertretungsmitgliedern ausführlich vorgestellt: Der „Lärmaktionsplan für die Runde III für die Stadt Wuppertal“ wird jetzt öffentlich diskutiert.Interessierte Bürger haben beim Online-Seminar am 24. Juni die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung teilzunehmen.

Das mit der Plan-Erstellung beauftragte Büro wird zudem Termine für Sprechstunden anbieten. In dem aktuellen Lärmaktionsplan, der vorhergehende aus den Jahren 2012 und 2014 fortschreibt, ist eine Kartierung mit Lärmschwerpunkten in der Stadt zusammengestellt. Außerdem werden Maßnahmen vorgeschlagen, wie diese Lärmschwerpunkte entschärft und Lärm-arme Gebiete weiter geschützt werden können.172 solcher Lärmpunkte hat das Büro im innerstädtischen Straßennetz Wuppertals ausgemacht, weitere zehn entlang der Autobahnen.

Weil nur begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung stehen, wird in dem Lärmaktionsplan vorgeschlagen, die Maßnahmen zu priorisieren und sich auf die zu konzentrieren, die tatsächlich realistisch und kurzfristig umsetzbar sind.

Hotspots entschärfen

Um die Lärm-Hotspots zu entschärfen, werden im Aktionsplan Fahrbahnsanierungen, lärmmindernde Fahrbahnbeläge, der Ausbau von Fuß und Radwegen oder die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer vorgeschlagen. Die Tempo-30-Begrenzung wird für insgesamt 58 Lärmbrennpunkte empfohlen. Bei neun davon sieht der Plan gute Möglichkeiten für die Umsetzung.

Das betrifft folgende Straßen:

Am Stadtbahnhof: Lüttringhauser Straße bis Schenkstraße; Bahnstraße: Nathrather Straße bis Bahnstraße 139;

Heckinghauser Straße: Bockmühle bis Waldeckstraße; Heckinghauser Straße: Waldeckstraße bis Untere Lichtenplatzer Straße;

Heckinghauser Straße: Untere Lichtenplatzer Straße bis Am Clef;

Hofkamp: Bembergstraße bis Neuenteich;

Loher Straße: Wartburgstraße bis Friedrich-Engels-Allee;

Nützenberger Straße: Nützenberger Straße 217 bis Nützenberger Straße 241;
Tannenberger Straße: Bundesallee bis Hoeftstraße

„Lärm ist leider auch ein Thema, wenn es um die Lebensqualität in unserer Stadt geht“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke. „Lärm kann das Lebensgefühl und im extremen Fall auch die Gesundheit beeinträchtigen. Wir wollen eine gesunde, angenehme Umgebung für die Menschen unserer Stadt schaffen und erhalten. Dazu ist der Lärmaktionsplan ein weiterer, wichtiger Schritt.“ Mucke wies darauf hin, dass mit dem Klimaschutzkonzept, aber auch den Wohn- und Gewerbeflächen-Konzepten viel dafür getan werde, um in der Stadt die Themen Ökonomie, Ökologie und Soziales zu verbinden und zu entwickeln. „Ziel unserer integrierten Stadtentwicklungsplanung ist es auch, die Lärmbelastung in der Stadt zu senken und Bereiche zu schaffen, in denen sich die Menschen möglichst frei von Lärmbelastung erholen können. Wir werden versuchen, die Belastung an den betroffenen Lärm-Hotspots zu mindern und die ruhigen Gebiete weiter aktiv zu schützen“, so Frank Meyer, Dezernent für Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr und Umwelt.