Hauptbahnhof: Kofferträger müssen durchhalten

Hauptbahnhof : Kofferträger müssen durchhalten

Zwischen den Gleisen 2 und 3 des Wuppertaler Hauptbahnhofs sind die Bauarbeiten für den Aufzug deutlich zu erkennen. Aber noch sind Kofferträger im Wuppertaler Hauptbahnhof eine bemitleidenswerte Gruppe.

"Revitalisierung der Station Wuppertal Hbf" überschreibt die Bahn selbst die laufenden Arbeiten, die mehr als überfällig sind. Das Laufband zu Gleis 2 funktioniert beispielsweise seit Jahren nur nach dem Zufallsprinzip. Die Koffer zu den Fernzügen in Richtung Norden müssen dementsprechend hochgeschleppt werden. Je nach Standort des Wagens in der Kurve des Bahnsteigs ist zudem eine gefährliche Lücke zwischen der Bahnsteigkante und der ersten Trittstufe zu überwinden. . Eine Zeit lang wurde bei den Einfahrten der Züge sogar über den Lautsprecher vor dieser Wuppertaler Besonderheit des Abstands zur Bahnsteigkante beim Ausstieg gewarnt.

Aber auch der im Bau befindliche Aufzug zu den Gleisen 2 und 3 löst das Problem der Fahrgäste aus Richtung Süden und in Richtung Norden nur zur Hälfte. Denn vom Gleis 1 ist weiterhin Schleppen angesagt. Für die veraltete Technik des dortigen Gepäckbandes weiß die Bahn schon seit Jahren keine Ersatzteile mehr zu beschaffen. Und über die gegenüberliegende schmale Treppe ist bei "Gegenverkehr" ein Koffertransport kaum noch möglich.

Wuppertal ist seit Jahren der einzige Bahnhof einer deutschen Großstadt ohne Aufzüge zu den Ferngleisen. Extrem peinlich wird es immer dann, wenn Behinderte die Züge nutzen. Sie werden nach telefonischer Bestellung in einem Lastenaufzug von Gleis 1 zu den anderen Gleisen gebracht. Pannen sind zudem an der Tagesordnung: Am Sonntag fielen die Zug-Anzeigen auf Gleis 1 aus und die Durchsagen (wie die für die 90-Minuten Verspätung des ICE bis Passau, der nur bis Frankfurt fuhr) blieben unverständlich.

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