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Auszeichnung in Düsseldorf: Kothen jetzt "Europaschule"

Auszeichnung in Düsseldorf : Kothen jetzt "Europaschule"

Das Wuppertaler Gymnasium am Kothen ist nun offiziell eine "Europaschule". Die Landesregierung hat sie nun gemeinsam mit zehn anderen Lehranstalten ausgezeichnet.

"Damit steigt die Zahl der NRW-Europaschulen auf 204. Das ist bundesweit spitze und spiegelt das vorbildliche Engagement der Schulen für den europäischen Gedanken", sagte Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense im Düsseldorfer Landtag. Staatssekretär Ludwig Heck: "Ich freue mich, dass das Netzwerk der Europaschulen in Nordrhein-Westfalen beständig wächst. Austausch und Begegnungen stärken das interkulturelle, europäische Profil der Schulen. Europa braucht gut ausgebildete Europäerinnen und Europäer."

Das Schulgebäude. Foto: Stadt Wuppertal

Die Auszeichnung fand im Rahmen der siebten Jahreskonferenz der Europaschulen in Nordrhein-Westfalen statt, die die Landesregierung in Kooperation mit der regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn durchführt. Auf der ganztägigen Tagung tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter der Europaschulen untereinander aus. Sie haben die Gelegenheit, in Workshops ihre Fachkenntnisse zu vertiefen, wie zum Beispiel — passend zur Woche des Respekts — im Workshop "Respekt im Netz — Cyber-Mobbing, Hate Speech und Netzcourage - Konsequenzen und Ideen für Schule und Unterricht".

Der Schwerpunkt der diesjährigen Jahrestagung lag auf der Integration von Flüchtlingen an Schulen. Als Gastrednerin hielt Prof. Dr. Gesine Schwan ein Impulsreferat zum Thema "Flüchtlinge als Chance und Partner für die kommunale Entwicklung und Vertiefung der Europäischen Union".

Europaschulen zeichnen sich durch ein erweitertes Fremdsprachenangebot und die vertiefte Vermittlung europaorientierter Kenntnisse aus. Durch Austauschprogramme mit europäischen Partnern und auch durch die Vermittlung von Berufspraktika im europäischen Ausland fördern sie die interkulturellen Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler.

Das Zertifikat wird den Schulen für fünf Jahre verliehen. Danach müssen die Schulen ihr Europakonzept noch einmal bewerten lassen, um die Auszeichnung zu behalten.