Auftritt des türkischen Außenministers Hardt: "Solingen kein Platz für türkischen Wahlkampf"

Wuppertal · Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt hat sich in seiner Funktion als außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Absicht des türkischen Außenministers Cavusoglu geäußert, am 29. Mai, dem Tag des Gedenkens an den Brandanschlag auf die Familie Genç, in Solingen öffentlich zu sprechen.

 Jürgen Hardt.

Jürgen Hardt.

Foto: Büro Hardt

Hardt: "Das jährliche Gedenken an die Opfer des feigen, ausländerfeindlichen Brandanschlags auf die türkische Familie Genç ist stets ein Augenblick des Innehaltens, der Besinnung und des Respekts gegenüber den fünf getöteten Familienmitgliedern und ihren Angehörigen. Familie Genç lebt nach wie vor in Solingen. Die Mutter Mevlüde Genç war 2012 Mitglied der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten. Nach allem was damals geschah, ist das gewachsene Vertrauen zwischen Türken und Deutschen in Solingen ein großes Geschenk. Diese Haltung sollte auch am 25. Jahrestag des Anschlags das Gedenken prägen."

Der CDU-Politiker: "Die Stadt Solingen hat für den 29. Mai eine würdige, nachdenkliche Form des Gedenkens vorgesehen. Es wäre sehr schade, wenn das Ereignis von innertürkischen Auseinandersetzungen überschattet und der Frieden des Augenblicks gestört würde. Ich appelliere an alle Beteiligten, auch an die Vertreter der türkischen Regierung, in diesem Geiste dort aufzutreten. Für türkischen Wahlkampf ist am 29. Mai in Solingen kein Platz."