„Fridays for Future“ beim großen Wupperputz

Umwelt : „Fridays for Future“ beim großen Wupperputz

Auch Mitglieder der Jugendbewegung „Fridays for Future Wuppertal“ haben am Samstag (30. März 2019) am „Wupperputz“ teilgenommen.

Zunächst reinigten 24 junge Menschen um 9 Uhr, eine Stunde vor dem eigentlichen Start, den Platz vor dem Schauspielhaus. Dort finden sonst auch die die Demos statt. Danach teilten sich die jungen Menschen in zwei Gruppen auf: „Team Wupper“ kümmerte sich um den Wupperabschnitt zwischen der Kabelstraße und der Pestalozzistraße, während sich „Team Park“ an den Deweerthschen Garten wagte.

„Für uns war schon vor Wochen klar, dass wir uns am ,Wupperputz‘ beteiligen. Wir unterstützen gerne Projekte, welche Wuppertal ein wenig klima- und umweltfreundlicher machen. Wir setzen damit ganz klar ein Zeichen gegen die fahrlässige Verschmutzung der Umwelt“, so Jonathan-Benedict Hütter (23), der Koordinator der Aktion.

Anschließend füllten die Aktivisten der Initiative Dutzende Müllsäcke mit Plastikmüll, Flaschen, Kronkorken und Kuriositäten. So entdeckte Peer (15) im Park einen Klodeckel. Die Fundsachen des „Wupperteams“ waren jedoch mit einer Pistole, mehreren Smartphones und einem Computerbildschirm nicht weniger außergewöhnlich.

„Es war zum Teil echt gruselig, was für ein Bild wir vorfanden. Im Deweerthschen Garten war zum Teil vor lauter Kronkorken und Glasflaschen die Erde nicht mehr zu sehen. Wir zerstören mit solch einem rücksichtslosen Verhalten langfristig die Grundlage vieler auch kleiner Ökosysteme. Wir sehen einen riesigen Handlungsbedarf bei der Kommune Wuppertal um dieses Müllproblem in den Griff zu kriegen“, erklärt Jonah Näckel, Teamleiter im Deweerthschen Garten. Lars Herbold (17) Helfer im „Parkteam“, ergänzt: „Es kann nicht sein, dass über das gesamte Jahr nichts dagegen unternommen wird und man dann mit einem Wupperputz im Jahr denkt, das Problem hätte sich erledigt. Wir sind mit zwei Stunden Arbeit am Park nicht über die ersten drei Quadratmeter Grünfläche mit Gebüsch hinausgekommen. Und selbst diese sind noch lange nicht sauber.“

Notwendig sei, so „Friday for Future Wuppertal“, eine „Politik der Müllvermeidung und gleichzeitig neue Methoden, um anfallenden Müll dort hinzubekommen, wo er hingehört, nämlich in einen Mülleimer“. Die Initiative plädiert unter anderen auf Pfand auf alle Flaschen, andere Verschlüsse, aber auch Strafen. „Wir sind auf die Natur angewiesen und wir sollten sie dementsprechend behandeln.“

Gruppenbild der FFF-Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Foto: Fidays for Future
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