Eine „Mutter des Grundgesetzes“ kam aus Wuppertal-Elberfeld

Aktion der Landesregierung : Eine „Mutter des Grundgesetzes“ kam aus Elberfeld

Die NRW-Landesregierung will mit den Städten Wuppertal, Dortmund und Herford eine besondere Aktion zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes starten. Im Mittelpunkt steht dabei auch die in Elberfeld geborene Helene Weber.

61 Männer und vier Frauen erarbeiteten vor sieben Jahrzehnten das Fundament für die junge Bundesrepublik Deutschland. Von den vier Frauen kamen mit Helene Wessel (Zentrum, Dortmund-Hörde), Helene Weber (CDU) und Frieda Nadig (SPD, Herford) drei Frauen aus NRW. Die „vierte im Bunde“, Elisabeth Selbert (SPD), lebte in Hessen. Ministerin Ina Scharrenbach brachte die Oberbürgermeister Ullrich Sierau (Dortmund), Andreas Mucke (Wuppertal) und Bürgermeister Tim Kähler (Herford) an einen Tisch, um gemeinsam ein starkes Zeichen der modernen Erinnerung an das Wirken der drei Frauen in ihren jeweiligen Städten zu setzen - im 70. Jahr des bis heute gültigen Artikel 3 Absatz 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

Entstehen könnte aus der gemeinsamen Initiative etwa ein künstlerisches Projekt, das die drei Kommunen miteinander verbindet. Alle sind sich außerdem einig: Helene Wessel, Helene Weber und Frieda Nadig sind Vorbilder für Nordrhein-Westfalen und ihre Leistungen für das Grundgesetz und die Gleichberechtigung wirken noch lange nach. Die Oberbürgermeister und Bürgermeister werden nun ihre Stadträte um Zustimmung zu dem Vorhaben bitten. Die Finanzierung soll aus dem landeseigenen Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ kommen.

Wuppertals OB Andreas Mucke: „Ohne Frauen ist kein Staat zu machen, denn 50 Prozent der Menschen sind weiblich. Das wussten schon die „Mütter des Grundgesetzes“. Darunter war auch die Wuppertalerin Helene Weber, als sie vor siebzig Jahren für die Aufnahme des Artikels „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ gekämpft hat. Diese Leistung Frauen zu würdigen und damit das Thema Gleichstellung von Mann und Frau zu unterstreichen, ist mir sehr wichtig.“

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung: „Es ist unser gemeinsames Erbe: Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie. Die damalige wie die heutige Gesellschaft verdankt den vier Frauen die Verankerung der Gleichberechtigung im Grundgesetz. Es war eine herausragende Leistung über die Parteigrenzen hinweg. Dieses Erbe verpflichtet uns, es ist Teil unserer demokratischen Heimat und deshalb ist es an der Zeit, das Wirken der drei aus Nordrhein-Westfalen stammenden Frauen sichtbar zu machen. Wir freuen uns, wenn die Stadträte das Vorhaben unterstützen.“

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