Depression: Mehr Fälle in Wuppertal

Depression: Mehr Fälle in Wuppertal

In Wuppertal gibt es überdurchschnittlich viele Menschen, die an Depressionen leiden. War in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2013 jeder Erwerbstätige im Schnitt 1,1 Tage mit dieser Diagnose krankgeschrieben, lag die Quote nach Angaben der Techniker-Krankenkasse (TK) hier bei 1,4.

Statistisch gesehen waren zwar nur 1,6 von 100 Erwerbstätigen von einer depressionsbedingten Krankschreibung betroffen. Diese dauerte aber im Schnitt 64 Tage und damit etwa viermal so lange wie eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit (15 Tage). Knapp 108 Euro je Erwerbsperson kosten Arbeitsausfälle bei Depressionen. Hochgerechnet auf 8,07 Millionen Arbeitnehmer in NRW sind das über 870 Millionen Euro Verluste für die Wirtschaft. Hinzu kommt noch der finanzielle Aufwand für die medizinische Versorgung und Krankengeld.

Die meisten Fehlzeiten gibt es bei Beschäftigten in Call-Centern sowie in der Altenpflege, die wenigsten bei Mitarbeitern in der Softwareentwicklung oder in der Hochschullehre. Der TK-Depressionsatlas zeigt, dass bestimmte Berufsgruppen — vorrangig im gesundheitlichen oder sozialen Bereich — deutlich stärker von Depressionen betroffen sind als eher technisch und akademisch orientierte Berufe.

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