Bergische Uni Buch zum Wuppertaler „Solar Decathlon Europe“

Wuppertal · Im vergangenen Sommer hat der Solar Decathlon Europe 21/22 (SDE) gezeigt, wie Städte nachhaltig, kreislaufgerecht und sozial verträglich weitergebaut werden können: Über 115.000 Besucherinnen und Besucher kamen nach Wuppertal, um das Event rund um den studentischen Bauwettbewerb live vor Ort mitzuerleben.

Eines der Häuser beim „Solar Decathlon Europe“ in Wuppertal.

Eines der Häuser beim „Solar Decathlon Europe“ in Wuppertal.

Foto: Christoph Petersen

Dank einer umfassenden Buchdokumentation ist es nun möglich, den SDE noch einmal nachzuerleben und vor allem Erkenntnisse nachzulesen. Das auf Englisch verfasste Werk wird von der Bergischen Universität Wuppertal herausgegeben und steht ab sofort allen Interessierten online zum Abruf zur Verfügung.

16 Hochschulteams aus zehn Ländern haben vergangenen Juni beim Solar Decathlon Europe in Wuppertal gezeigt, wie man klimafreundlich und architektonisch überzeugend Baulücken schließt, Gebäude aufstockt oder in die Jahre gekommene Gebäude saniert. Der internationale Wettbewerb wurde von der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der Bergischen Universität Wuppertal ausgerichtet.

Solar Decathlon Europe in Wuppertal: Die Gewinner stehen fest
21 Bilder

Solar Decathlon: Die Gewinner stehen fest

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Foto: SDE 21/22

Das jetzt veröffentlichte „competition source book“ gibt auf mehr als 300 Seiten einen vollständigen Überblick über die Wettbewerbsinhalte und Beiträge der teilnehmenden Teams; zahlreiche Analysen der Wuppertaler Autorinnen und Autoren dienen der verständlichen Aufbereitung der Ergebnisse. Die hochwertige grafische Gestaltung des Werkes unterstreicht die Bedeutung des Wettbewerbs im Bauwesen und insbesondere in der Architektur.

In seinem Vorwort zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck überzeugt vom inhaltlichen Profil der Veranstaltung und ihrer Strahlkraft. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hatte das Projekt und die Teilnahme der deutschen Teams gefördert.

Das Buch steht ab sofort über die Webseite des Wettbewerbs(sdeurope.uni-wuppertal.de) zum Blättern und Download zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es an dieser Stelle auch die Möglichkeit, zu interaktiven 3D-Rundgängen durch die einzelnen Gebäude.

Solar Decathlon Europe 21/22 in Wuppertal: Die Häuser stehen
41 Bilder

Solar Decathlon in Wuppertal: Die Häuser stehen

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Foto: Christoph Petersen

„Der erste Solar Decathlon in Deutschland hat unser Team in Wuppertal im großen Umfang inhaltlich und organisatorisch gefordert. Daher ist es konsequent, die Ergebnisse aufzubereiten und in Forschung und Lehre im internationalen Maßstab zu nutzen“, so Wettbewerbsdirektor und Universitätsprofessor Dr.-Ing. Karsten Voss.

Ab Mai 2023 können die acht in Wuppertal verbliebenen Wettbewerbshäuser als Teil des Nachfolgeprojekts Living Lab NRW besichtigt werden. „In den kommenden Jahren möchten wir die hier verbliebenen Häuser dafür nutzen, den mit dem Solar Decathlon begonnenen Diskurs über den nachhaltigen und energieeffizienten Weiterbau der Stadt fortzuführen und mit diversen öffentlichen Formaten zu beleben. Dazu laden wir jetzt schon herzlich ein“, erläutert Projektleiterin Dr.-Ing. Katharina Simon

Bereits am 9. Mai gibt es mit einem Hochschulforum die erste große Veranstaltung: Lehren, Lernen und Forschen für eine urbane Energie- und Ressourcenwende. Weitere Information dazu gibt es in Kürze auf der Internetseite des Projektes.