Neubau-Projekt Gathe: Jusos gegen „Galopp-Verfahren“

Wuppertal · Die Wuppertaler Jusos, die Nachwuchsorganisation der SPD, kritisiert, dass „noch keine Lösung für das Autonome Zentrum in Sicht“ ist. Am 6. März soll der Stadtrat über einen Zielbeschluss zum Neubau der DITIB-Moschee und weiterer Gebäudekomplexe entscheiden.

Der Wuppertaler Juso-Vorstand (von li.): Yasin Duman, Karlotta Blume, Marek Wunder, Sabrina Hanold-Findeisen und Kevin Zorle.

Der Wuppertaler Juso-Vorstand (von li.): Yasin Duman, Karlotta Blume, Marek Wunder, Sabrina Hanold-Findeisen und Kevin Zorle.

Foto: Jusos

„Um so eine weitreichende Entscheidung im Stadtrat zu treffen, hätten vorher alle offenen Fragen rund um den Neubau an der Gathe geklärt werden müssen. Uns stellt sich die Frage, was ein alternativer Standort für das Autonome Zentrum sein kann. Es muss eine Lösung gefunden werden, die für alle Beteiligten tragbar ist! Ohne die Klärung eines alternativen Standorts ist eine Entscheidung nicht ohne Weiteres möglich!“, heißt es in einer Stellungnahme.

KIar sei, „dass ein neuer städtebaulicher Impuls für die Gathe dringend nötig ist und das Quartier aufwerten wird. Das im Galopp-Verfahren durch die Gremien zu jagen, ist allerdings nicht zielführend. Da die Stadt keinen Alternativstandort anbieten kann, halten wir den Zielbeschluss allerdings für verfrüht und würden uns eine andere Herangehensweise an das Projekt wünschen.“

Die Jusos rufen die Fraktionen, Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und den Beigeordneten Arno Minas auf, „intensiv an einer Lösung zu arbeiten, bevor man den Zielbeschluss herbeiführt. Alles andere ist nicht im Sinne der Stadt und stört den sozialen Frieden.“