Leiter Frank Telöken Botanischer Garten: Schritt für Schritt in den Ruhestand

Wuppertal · Wer in Wuppertal an den Botanischen Garten denkt, denkt dabei auch automatisch an Frank Telöken: Seit 1992 steht der Gartenleiter in den Diensten der Stadt, erst als Revierleiter, seit 2008 als Leiter der Historischen Parkanlage Hardt mit dem Botanischen Garten. Anfang April tritt er einen Schritt kürzer. Zu Beginn des Jahres 2024 beendet Telöken dann seine berufliche Karriere.

Frank Thelöken (2.vl.) in „seinem“ Botanischen Garten unter anderem mit Dezernent Frank Meyer (li.) und Ressortleiterin Annette Berendes.

Frank Thelöken (2.vl.) in „seinem“ Botanischen Garten unter anderem mit Dezernent Frank Meyer (li.) und Ressortleiterin Annette Berendes.

Foto: Stadt Wuppertal

„Mit Frank Telöken lassen wir einen Meister seines Fachs ziehen“, erklärt Frank Meyer, Dezernent für Grünflächen und Forsten. „Er kennt sich in der Welt der Flora perfekt aus, den Botanischen Garten und die Hardt kennt er wie die sprichwörtliche Westentasche. Ich danke Frank Telöken im Namen der Stadt für seinen jahrzehntelangen Einsatz, der immer mit grundlegendenden Kenntnissen und ganz viel Herzblut verbunden war.“

Annette Berendes (Ressortleiterin Grünflächen und Forsten): „Frank Telöken geht in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Arbeit und sein Einsatz haben Wuppertals schönste grüne Seite überregional bekannt gemacht. Die vielen großen Ausstellungen verbunden mit Fachvorträgen, das Fest ,Rund um den Elisenturm‘ mit stetig steigenden Besucherzahlen, das vielseitige Jahresprogramm und seine immer große Freude an seinem Job waren die Markenzeichen seines Wirkens. Aber auch das ständige Ringen um den Pflegestandard und die Weiterentwicklung des Gartens und der Hardt-Anlage sind mit ihm eng verbunden. All das hat uns Frank Telöken eigentlich unentbehrlich gemacht und es wird nicht einfach werden, diese Lücke zu schließen.“ Berendes spricht ihm „von ganzem Herzen“ ihren Dank ausspricht.

„Das waren unglaublich tolle Jahre, in denen ich viel erlebt habe und mitgestalten durfte“, sagt Telöken rückblickend. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Gärtner, dann legte er die Gärtnermeisterprüfung ab, anschließend begleitete er den Aufbau des Botanischen Garten der Universität Essen. Nach seinem Wechsel nach Wuppertal sind verschiedene große Umgestaltungen wie die Pflasterung der Wege mit Natursteinpflaster vor der Villa Eller mit der Neuanlage einer Terrasse vor der Orangerie in seiner Amtszeit verwirklicht worden.

2007 wurde unter seiner Ägide als Gartenleiter der „Neue Garten Hardt“, ein Projekt der Regionale 2006, mit großen Schaugewächshäusern auf der ehemaligen Fläche der Stadtgärtnerei fertig gestellt. Im Jahr 2018 begann die Renovierung und Rekonstruktion der Villa Eller, die unter der Leitung des städtischen Gebäudemanagements 2022 vollendet wurde. Auch in die Amtszeit fällt die Aufnahme in hochklassige Gartennetzwerke. So gehört der Botanische Garten seit 2007 zur Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas, seit 2013 zum Europäischen Gartennetzwerk European Garden Heritage Network (EGHN).

Eine sichere Bank für den Botanischen Garten ist sein Förderverein, der sich Ende 1993 formierte. Telöken gehört zu den Gründungsmitgliedern. Seit dieser Zeit arbeitet er im Vorstand mit, seit März 2011 ist er Geschäftsführer des Vereins. Mit Hilfe des Fördervereins konnten im Botanischen Garten viele Wünsche verwirklicht werden, so im Jahr 2000 den Neubau des Schaugewächshauses für sukkulente Pflanzen neben dem Elisenturm, 2008 den Umbau und die Neuanlage des Heilpflanzen- und Gewürzgartens und 2017 die Einrichtung eines Vermehrungsgewächshauses.

Außerdem unterstützt der Verein bei der Finanzierung von personeller Verstärkung im gärtnerischen und Verwaltungsbereich und bei der Pflanzenetikettierung. Bevor die Villa Eller grundsaniert wurde, half der Verein bei Renovierungsarbeiten an dem Gebäude. Zudem werden kleine Schriften zu einzelnen Gartenbereichen herausgegeben. Außerdem wirken die Mitglieder tatkräftig bei den Führungen, Bildungsprogrammen und den Festen Gartenmarkt und „Rund um den Elisenturm“ mit.

Nun ist der erste Schritt in Richtung Ruhestand getan. So ganz verlassen wird Frank Telöken den Botanischen Garten aber in Zukunft nicht. „Ich werde sicher noch in der einen oder anderen Funktion hier tätig bleiben“, verspricht er.