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Börsen-Ratgeber: Aktienhandel leicht gemacht

Börsen-Ratgeber : Aktienhandel leicht gemacht

Anfänger, die sich erst seit geraumer Zeit mit dem Aktienhandel befassen, werden oft viele Fragen haben. Schlussendlich mag es nicht einfach sein, wenn man sein Geld investieren will, jedoch nur bedingt eine Ahnung von den Begriffen „Börse“, „Trading“ oder „Wertpapiere“ hat.

Stößt man dann noch auf „Stop Loss“, „Take Profit“ oder „Dividende“, so wird es mitunter noch schwieriger werden. Denn am Ende sind es nicht nur die Begriffe, mit denen man wenig bis gar nichts anfangen kann, sondern vorwiegend auch die Angst, Geld zu verlieren.

Schlussendlich wurde der Aktienmarkt jahrelang als „absolut gefährlich“ eingestuft, der nur „risikoaffinen Anlegern“ empfohlen werden konnte. Heute sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Der Aktienmarkt hat sich zur Alternative Nummer 1 entwickelt. Ganz egal ob Sparbuch oder Tagesgeld - die Nullzinspolitik hat die altbekannten Produkte unattraktiv werden lassen, sodass es heute also eine Alternative benötigt, wenn man gewinnbringend investieren will.

Wer sich an ein paar Tipps und Tricks hält, der kann nicht nur typische Anfängerfehler vermeiden, sondern letztlich auch das Risiko senken. Denn natürlich gibt es ein Risiko, wenn man in den Aktienmarkt investiert, aber auch die Möglichkeit, das Risiko dahingehend zu schmälern, wenn mit ein paar Instrumenten gearbeitet wird - und man auf die Diversifikation achtet.

Die Depoteröffnung - worauf ist zu achten?

Zu Beginn geht es um die Eröffnung des Depots. Hier handelt es sich um eine Art Konto, wobei hier kein Geld liegt - mit dem Depot werden Wertpapiere, Zertifikate wie Fonds verwaltet. Depots werden von Geschäfts- wie Direktbanken oder auch von Discount-Brokern angeboten. Wichtig ist, dass man im Vorfeld einen Vergleich anstellt. Das heißt, es geht darum in Erfahrung zu bringen, welches Gebührenmodel verfolgt wird; zudem geht es auch um die Frage der zur Verfügung stehenden Leistungen.

Zu beachten ist, dass die größte Leistungsvielfalt von Geschäftsbanken geboten wird. Jedoch ist hier aber zu berücksichtigen, dass das Depot bei einer Geschäftsbank nicht kostenlos ist. Je nach Geschäftsbank und verfolgtem Gebührenmodell kann sich das Depot sozusagen als Renditefresser entwickeln. Discount-Broker und Direktbanken bieten oft kostenlose oder sehr günstige Depots an - jedoch gibt es eine enorme Einschränkung bei den Leistungen. Das heißt, der Trader bzw. Anleger ist für sich und seinen finanziellen Erfolg alleine verantwortlich.

Um einen Überblick zu bekommen, welche Depots bzw. Trading Plattformen empfehlenswert sind, helfen Erfahrungs- wie Testberichte, die man problemlos im Internet findet. Wichtig ist, dass man immer auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achtet - also bei einem Vergleich immer Preis und Leistung in Kombination gegenüberstellt.

Foto: pixabay.com/Bru-nO

Für den Anfang: Tipps und Tricks

Als Anfänger sollte man einen langfristigen Anlagehorizont verfolgen. Das heißt, mindestens zehn Jahre lang investieren. So kann man etwaige Kursschwankungen, die keine positiven Auswirkungen auf das Depot gehabt haben, aussitzen.

Bezüglich des Risikos eines Verlusts ist anzumerken, dass man hier zum Teil natürlich selbst aktiv werden kann. Das Zauberwort lautet Diversifikation. Das heißt, man investiert in unterschiedliche Aktiengesellschaften, die sich in verschiedenen Branchen befinden und sich zudem nicht im selben Land aufhalten. Würde man etwa sein gesamtes Geld in eine deutsche Immobilienfirma stecken und der deutsche Immobilienmarkt erlebt eine Krise, wären hohe Verluste vorprogrammiert. Hat man nebenbei aber auch in amerikanische Technologiekonzerne wie asiatische Automobilkonzerne investiert, so besteht die Möglichkeit, dass der Verlust durch Kurssteigerungen bei den anderen Gesellschaften gemindert bzw. sogar ausgeglichen werden könnte.

Wer sich nicht selbst auf die Suche nach passenden Aktiengesellschaften begeben will, kann auch einen Blick auf die Fonds werfen. Besonders empfehlenswert sind hier börsengehandelte Indexfonds - sogenannte ETFs. Denn diese sind nicht nur ausgesprochen kostengünstig, sondern bilden letztlich nur den im Vorfeld gewählt Markt ab. Entscheidet man sich für den DAX, also den deutschen Aktienindex, so ist man letztlich genauso gut (oder schlecht) wie die 30 stärksten Aktiengesellschaften Deutschlands. Besonders interessant sind ETFs für Kleinanleger. Hier kann man im Monat um die 50 Euro investieren. Bei klassischen Investmentfonds können oft sehr hohe Gebühren entstehen, da hier ein im Hintergrund agierender Fondsmanager bezahlt werden muss, der das Ziel verfolgt, den maximalen Gewinn herauszuholen.