Bio-Tonne bleibt freiwillig

Bio-Tonne bleibt freiwillig

Eine am 1. Januar 2015 in Kraft getretene Änderung im sogenannten Kreislaufwirtschaftsgesetz hat in Sachen Bio-Abfall bei einigen Rundschau-Lesern für Verwirrung gesorgt. Wird die braune Tonne jetzt Pflicht?

Eine am 1. Januar 2015 in Kraft getretene Änderung im sogenannten Kreislaufwirtschaftsgesetz hat in Sachen Bio-Abfall bei einigen Rundschau-Lesern für Verwirrung gesorgt. Wird die braune Tonne jetzt Pflicht?

Martin Bickenbach, Abteilungsleiter bei der Wuppertaler Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG), bringt Licht ins Dunkel: "Zwar ist es ab sofort vorgeschrieben, bestimmte Materialien, also auch die Bio-Abfälle, unbedingt separat zu entsorgen. Das bringt Kommunen, die bisher noch gar keine Bio-Tonne haben, in Zugzwang. Da wir in Wuppertal diese Tonne aber schon seit Jahren anbieten, sind wir der Meinung, dass sich daraus keine Pflicht für alle Haushalte ableitet."

Kurz gesagt: Für Wuppertal gilt weiterhin die Freiwilligkeit, wenn es um die Aufstellung eines braunen Abfallbehälters geht. Und diese Freiwilligkeit hat auch klare Vorteile: Nach den Erfahrungen der AWG gehen Menschen, die ihren (Bio-)Müll freiwillig trennen, sehr aufmerksam mit dem Thema um. Die Folge: Das in Wuppertal gesammelte Bio-Material ist sehr hochwertig und für Kompostierungsanlagen bestens geeignet.

Beliebt ist die Bio-Tonne in Wuppertal ohnehin: Im Jahr 2010 wurden in 6.500 Bio-Abfalltonnen 16.700 Gewichtstonnen organischer Müll gesammelt, im vergangenen Jahr 2014 waren es schon 26.000 Gewichtstonnen aus 10.000 Abfallbehältern.

Die AWG, so Martin Bickenbach, setzt weiterhin auf das Thema Freiwilligkeit beim Bio-Abfallsammeln — und will die braune Tonne nun imagemäßig noch stärker in den Vordergrund rücken: Es soll intensive Informationen für Haushalte und Vermieter geben. Außerdem sind beispielsweise Bio-Müll-Thementage an Schulen geplant.

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