Kurs für Geflüchtete aus der Ukraine „Berührt die Seele und heilt unsere Wunden“

Wuppertal · Der erste BASiS-Kurs für ukrainische Geflüchtete in Wuppertal ist nun erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Integrationsagentur des AWO-Kreisverbands Wuppertal wurde eine Gruppe über 120 Unterrichtstunden begleitet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Zertifikaten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Zertifikaten.

Foto: AWO

„Es war deutlich spürbar, wie dankbar und glücklich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Kursangebot waren. Die Kursinhalte zu den Werten der deutschen Gesellschaft und die interaktiven Methoden wurden gelobt, doch vor allem hat der Kurs die Teilnehmerinnen und Teilnehmer psychologisch und emotional dabei unterstützt, in Deutschland anzukommen und Kriegserlebnisse gemeinsam zu verarbeiten“, so Golli Jaleesi-Hüste (Projektleiterin beim AWO-Bezirksverband Niederrhein) nach der Zertifikatsübergabe.

„Eine Teilnehmerin erzählte, wie einsam und isoliert sie nach ihrer Flucht in Deutschland war und wie der Kurs sie aufgefangen und ihr eine Familie geboten hat. Ein anderer Teilnehmer war bereits vor dem Krieg in Syrien geflüchtet, hatte sich ein neues Leben in der Ukraine aufgebaut, bis er auch dort vor dem Krieg fliehen musste“, bilanziert Jaleesi-Hüster. „Dieser Teilnehmer bedankte sich sehr bei der AWO für die Möglichkeiten, die ihm der BASiS-Kurs bot. Noch wichtiger als die Informationen über Rechte und Pflichte in der deutschen Gesellschaft war ihm aber, dass der Kurs die Seelen berühre und die furchtbaren Wunden heile. Es sind viele Tränen geflossen, aber es wurde auch viel gelacht.“

Zudem beschäftigte die Teilnehmenden, wie sich ihr Leben zukünftig gestaltet und ob sie wieder in ihre Heimat zurückkehren können. „Das war in anderen BASiS-Kursen für Geflüchtete sehr selten der Fall. Doch bei den Geflüchteten aus der Ukraine besteht eine große Sehnsucht nach ihrem Heimatland und viele möchten trotz aller Unterstützung bei der gelingenden Integration so schnell wie möglich wieder dorthin zurück“, berichtet die Projektleiterin.

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