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Alte Fabrik an Wuppertaler Alarichstraße​: Kreativität statt Knöpfe​

Alte Fabrik an der Alarichstraße : Kreativität statt Knöpfe

Für die alte Knopffabrik an der Alarichstraße 18 auf dem Sedansberg stehen die Zeichen auf Zukunft: Die in Sachen Neunutzung von historischen Industriearchitektur-Gebäuden auch in Wuppertal stark engagierte Renaissance AG plant eine Mischung aus Wohnungen, gemeinschaftlichem Arbeiten und Restaurant mit Außengastronomie. Das erfuhren die Teilnehmer einer Führung beim „Tag der Industriekultur“.

Seit 1907 gibt es das imposante rote Backsteingebäude an der Alarichstraße. Bis vor einem Jahr wurden, so die Informationen bei der Führung, hier noch Knöpfe gefertigt. Jetzt aber gehört der umfangreiche Komplex der in Krefeld und Wuppertal beheimateten Renaissance Immobilien & Beteiligungen AG. Deren Vorstand und Wahlwuppertaler Christian Baierl führte durch die historischen Hallen.

Während die Gäste staunend die über 100 Jahre alte Stromerzeugungsmaschine betrachteten, informierte der neue Hausherr über seine Ideen: Er kann sich vorstellen, aus dem Hauptgebäude ein Wohnhaus zu machen, zu dem auch eine Fläche mit gemeinschaftlich genutzten Büroräumen gehört. Insgesamt eine Nutzung, die Menschen aus kreativen und inhaltlich verwandten Berufsfeldern anspricht.

 Ein Blick in die Maschinenhalle, den zukünftigen Ort für Veranstaltungen.
Ein Blick in die Maschinenhalle, den zukünftigen Ort für Veranstaltungen. Foto: Fotofreunde Seligenstadt / Bernd Laskowski

Um dem Ganzen auch noch einen Freizeitaspekt hinzuzufügen, gibt es, so Baierl im Gespräch mit der Rundschau, den Gedanken, ein tagsüber und abends geöffnetes Restaurant-Café zu schaffen, das auch allen Menschen aus der Nachbarschaft und darüber hinaus zur Verfügung steht.

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Der historische Stromgenerator sowie weitere noch vorhandene alte Maschinen sollen erhalten werden – als Herzstück oder Blickfänge einer Maschinenhalle, die ein interessantes industriearchitektonisches Umfeld für Konzerte, Kunstausstellungen oder Lesungen bieten würde.

Christian Baierl, der die Immobilie „ein wunderbares Gebäude“ nennt, hat ein besonderes Faible für die zukunftsorientierte Erhaltung von Denkmälern: „Denkmäler muss man schützen, pflegen und sie sinnvoll nutzen. Die Kombination von Wohnen, Arbeiten und Freizeit wäre für dieses geschichtsträchtige Fabrik-Areal eine sehr attraktive Chance.“