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BUGA-Diskussion: Was weg ist, ist weg

BUGA-Diskussion : Was weg ist, ist weg

Betr.: BUGA-Diskussion

Kürzlich habe ich mir den neu eingeweihten „Wupperpark“ angesehen. Einen so trostlosen Platz mit sechs Bäumen, davon nur zwei alten, „Park“ zu nennen, zeugt von erheblichem Realitätsverlust.

Oder will man vielleicht ein Zeichen setzen, wie Gärten in Zukunft NICHT aussehen sollten und holt zu diesem Zweck auch noch die geplante BUGA 2031 nach Wuppertal?

Das lässt befürchten, dass es bis zu diesem Großevent auf der Königshöhe, dem Nützenberg und in Vohwinkel-Tesche überall ähnlich aussehen wird wie im „Wupperpark“. Nur werden anlässlich der BUGA ein paar Kübelpflanzen aufgestellt und wie üblich viele bunte Blümchen gepflanzt werden, um die Kosten zu rechtfertigen.

Ganz objektiv gesehen müssen zum Bau der geplanten BUGA-Attraktionen, der Seilbahn und Hängebrücke, zwangsläufig auf der Königshöhe und am Nützenberg zahlreiche alte Bäume abgeholzt werden.

„Vorhandene Gehölzbestände werden aufgelockert“ und „Lichtungen geschaffen“, „Freiflächen aufgewertet“ und „punktuell gärtnerische Ausstellungsbeiträge integriert“ – wie das laut der zweiten Machbarkeitsstudie auf Seite 68 heißt.

  • Die drei Kernbereiche einer möglichen BUGA.
    Aufbruch am Arrenberg : Diskussion über Pro und Contra einer BUGA
  • Blick über die Königshöhe (Archivbild).
    Am 12. Dezember : BUGA 2031: Spaziergang auf der Königshöhe
  • Vor allem das Kernareal mit der
    Offener Brief vor Ratsentscheid : BUGA: Kritik auch von Greenpeace

 Alles, damit unter anderem die benötigten Baufahrzeuge und Schwerlaster mit Stahlträgern auf breiten, versiegelten Wegen fahren können. Tiefbau geht nicht anders.

Provisorisch kommt dann auf die entstandene Freifläche beim Von-der-Heydt-Turm noch eine Freilichtbühne, um die letzten Vögel zu vergraulen.

 Der Nützenberg wird offiziell gar nicht in die BUGA-Pläne einbezogen, denn dort wird nur die unerwünschte Kleingartenanlage durch größere Bauten „nachhaltig“ aufgewertet werden – oder irre ich mich da?

Ökologie, Biodiversität, Flora und Fauna – das interessiert die Verantwortlichen wenig. Die Bäume, Insekten, Vögel, Reptilien und andere Tiere können – selbst unter Artenschutz – nicht protestieren. Dafür sorgt weiterhin der städtische Bau- und Vielfach-Dezernent, der auch den „Wupperpark“ verwirklicht hat und für Umweltschutz zuständig ist. So einfach ist das.

Was weg ist, ist eben weg!

Renate Ortel