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BUGA-Diskussion: Unkalkulierbares Risiko

BUGA-Diskussion : Unkalkulierbares Risiko

Betr.: BUGA-Diskussion

Wer die Berichte zum Bürgerbegehren liest, könnte meinen, dass die ganze Bundesgartenschau von einigen Bäumen auf der Königshöhe abhängt. Aber die Ratsfraktionen der Grünen und der CDU haben in einem gemeinsamen Antrag (VO/1604/21) noch auf ganz andere zentrale Probleme für eine BUGA hingewiesen.

Die Schwebebahn soll fast alleine den Transport der Besucher zwischen den Arealen bewältigen. Was passiert, wenn mittags 10.000 Besucher vor verschlossenen Bahnhöfen stehen? Können die WSW die hundertprozentige Einsatzbereitschaft der Schwebebahn während der ganzen BUGA wirklich garantieren? Undenkbar!

Der Förderverein soll im ersten halben Jahr 2022 ein vertrauenswürdiges und belastbares Finanzierungskonzept vorlegen, wie er alle Schulden, die 2032 nach der BUGA noch bleiben, ohne Belastung des Stadtetats bezahlen will. Dabei muss natürlich eine Umwegfinanzierung durch Stadttöchter ausgeschlossen sein. Diese Vorausplanung ist für einen privaten Verein ebenfalls undenkbar.

Und ob eine nicht notwendige Brücke über Privatgrundstücken und mit Gefährdungen für überregionale Bahnstrecken überhaupt genehmigungsfähig ist, wird man wohl erst kurz vor dem geplanten Baubeginn 2029 wissen. Dass sie als Teil des Verkehrswegenetzes kostenlos begehbar sein müsse, wie Grüne und CDU fordern, dürfte ein Gericht kaum beeindrucken: Eine reine Spaßbrücke nur als Highlight einer BUGA ist einfach überflüssig. Ein unkalkulierbares juristisches Risiko.

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Wer dazu noch in Betracht zieht, welche Verkehrsprobleme in Vohwinkel und Sonnborn durch die Masse der Reisebusse, Shuttlebusse und Pkw während der BUGA entstehen, sieht schnell ein, dass eine solche Großveranstaltung in einer engen Stadt ohne entsprechende Verkehrsinfrastruktur wie für eine Messe nicht ordentlich durchführbar ist.

Viele Besucher werden aus Verärgerung über Staus, weite und anstrengende Wege schlecht über Wuppertal reden. Das Wuppertaler Hauptziel einer werbenden und einladenden Großveranstaltung wird ins Gegenteil verkehrt.

Manfred Alberti