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Bebauung von Flächen im Landschaftsschutzgebiet Bramdelle/Dolinen: Sofortiger Planungsstopp

Bebauung von Flächen im Landschaftsschutzgebiet Bramdelle/Dolinen : Sofortiger Planungsstopp

Betr.: Bebauung von Flächen im Landschaftsschutzgebiet Bramdelle/Dolinen

Das Naturschutzgebiet Dolinen und die umgebenden Landschaftsschutzgebiete sind ein seit Generationen beliebter Naherholungsbereich für Jung und Alt, um im Grünen zumindest kurzzeitig Ruhe und Entspannung zu finden, ohne das Auto nutzen zu müssen.

Durch den geplanten Bau einer massiven Fabrikhalle mit einer Höhe von zwölf Metern und den dazugehörigen Zufahrtswegen mit den entsprechenden Stellplätzen auf der Wiese zwischen der Bramdelle und der Nächstebrecker Straße würde das Gebiet in seiner Struktur zerstört und deutlichst an Attraktivität verlieren.

Gerade in der heutigen Zeit, wo über Trockenheit, Ressourcenschonung, Insektenschutz, Hitzeperioden und Nachhaltigkeit diskutiert wird, soll ein Bereich im Landschaftsschutzgebiet, der vielen Tieren eine Heimat bietet, zudem landwirtschaftlich genutzt wird und dazu noch als Kältebecken fungiert, für zwei Hektar Gewerbe geopfert werden, obwohl alternative Areale für diesen Größenbedarf definitiv zur Verfügung stehen – und das, ohne Agrarflächen unwiederbringlich zerstören zu müssen.

Die Planungen zur Umgestaltung zum Gewerbegebiet stammen noch aus 2015. Seitdem hat sich die Situation und das gesellschaftliche Empfinden bezüglich Umwelt und Klima spürbar geändert und damit zu einem neuen Bewusstsein geführt.

Wenn die politische Diskussion sowie Aussagen der politischen Parteien zu den Themen Klimawandel, Ressourcenerhalt sowie Nachhaltigkeit glaubhaft und ernst genommen werden sollen, kann nur ein sofortiger Stopp der Planungen die Konsequenz sein.

Sollte die lebenswerte und grüne Stadt kein leeres Versprechen sein, haben die Parteien im neu zusammengesetzten Rat der Stadt nun die Gelegenheit, ihren diesbezüglichen Aussagen Taten folgen zu lassen und die Fehlplanung ihrer Vorgänger zu korrigieren. Mit Kreativität und gutem Willen aller Beteiligten sollte das möglich sein.

Joachim Bätz