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Keine Maskenpflicht: Schüler als Versuchskaninchen?

Keine Maskenpflicht : Schüler als Versuchskaninchen?

Betr.: Regulärer Schulbetrieb nach den Sommerferien

Am 20.Juli habe ich den Brief unten an unsere Schulministerin geschickt. Leider kam hierauf überhaupt keine Reaktion. Auch habe ich gestern den Text öffentlich auf der Facebook Seite von Frau Gebauer gepostest. Ebenfalls keine Reaktion.

Sehr geehrte Frau Schulministerin Gebauer,
grundsätzlich bin ich sehr dafür langsam zur Normalität zurückzukehren nach den ganzen Widrigkeiten durch Corona. Dies scheint allerdings im normalten Alltag noch weit entfernt, daher frage ich mich als besorgte Mutter und Bürgerin, warum Sie ausgerechnet unsere Kinder "vorschicken", wie Versuchskaninchen, um in der Schule den Regelbetrieb wieder aufzunehmen.Womit begründen Sie, dass es zwar allgemein eine Abstands- und Maskenpflicht gibt, diese aber nicht für die Schüler gelten soll?

Das stößt bei mir auf größtes Unverständnis und auf große Sorge, u.a. auch deshalb, weil sowohl meine Tochter, als auch mehrere Familienmitglieder zu der Risikogruppe gehören.Es erschließt sich mir auch nicht, warum es in den ganzen Monaten nicht möglich war für die Schulen ein geeignetes Konzept zu erarbeiten, bzw. umzusetzen. Denn gute Konzepte gibt es ja sicher z.B. an Unis und Privatschulen oder in Unternehmen, die Online-Schulungen schon lange praktizieren. Betriebe, Einzelhandel, Gastronomie, etc. mussten dies in kürzester Zeit erarbeiten und umsetzen, um zu überleben. Wie rechtfertigt man das z.B. einem Gastronomiebetrieb gegenüber, der nur die Hälfte seiner Tische besetzen darf? Über einen regen Gedankenaustausch würde ich mich sehr freuen.
Stephanie Heinrichs