Briefe von Leserinnen und Lesern „Spontane Erleichterung war nur von kurzer Dauer“

Wuppertal · Betr.: WSW-Fernwärmebaustelle in Barmen

Eine Fernwärmeleitung.

Foto: Christoph Petersen

Eigentlich war die Frage so kurz wie präzise. Wann werden die drei Fernwäme-Baugruben (Start Ende April) in der Emilienstraße wieder verfüllt? Seit über zwei Wochen steigt kein Dampf mehr auf, hier ein gutes Zeichen. Vor einigen Tagen begutachteten acht Personen die Situation.

Nachdem mir die digitale Assistentin ein nicht funktionierendes Kontaktformular vermittelt hatte („Wir entschuldigen die Störung“), folgte mein Anruf im Servicecenter. Nach der obligatorischen Abfrage „Wählen Sie 1 für ..., 2 für. ..“ meldete sich eine freundliche Stimme.

Mein Anliegen bereitete dieser sichtlich Probleme, sodass die Weiterleitung bei einer ebenso netten Kollegin, aber in der Abrechnungsstelle, landete. Zumindest konnten wir uns gemeinsam über die Fehlleitung amüsieren. Eine Rückverbindung war allerdings technisch nicht möglich: „Trotz Digitalisierung“, spöttelte es am anderen Ende der Leitung.

Also Neuanwahl im Service-Center. Nette, aber bestimmte Herrenstimme. Mein Anliegen wurde mit „Dafür ist die Stadt zuständig“ fast abwürgend beantwortet. Der Hinweis, dass „die Stadt“ keine Fernwärmeleitungen repariert, ließ wohl keine Diskussion mehr zu. „Rufen Sie die Zentrale an und lassen sich mit WSW-Netz verbinden.“

Beim Service-Center erkannte man meine Stimme, immerhin, und ein „Ich hatte Sie doch schon verbunden!?“ erzeugte fast eine gewisse Vertrautheit. „Stimmt, jetzt bitte ich um eine Verbindung mit WSW-Netz.“

Tatsächlich melde sich ein Techniker, der auf die Schilderung meiner nunmehr 30-minütigen Telefon-Odyssee mit „Dann schauen wir mal, ob ich Ihnen weiterhelfen kann“ zuvorkommend reagierte. Meine spontane Erleichterung war nur von kurzer Dauer. Nein, einen Ansprechpartner für die Baustellen gäbe es nicht, nur eine extra dafür eingerichtete E-Mail-Adresse: [email protected]

Volker Schroeder

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