Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, man muss es leider so deutlich sagen: An den Glas- und Papiercontainern in Wuppertal – hier an der Breslauer Straße / Ecke Freiheitstraße – hat längst nicht mehr die Stadt das Sagen, sondern die Ratten.
Der Bereich ist verwahrlost, vermüllt und stinkt. Essensreste, Verpackungen und illegal entsorgter Hausmüll liegen offen herum. Was folgt, ist offensichtlich: Die Ratten fühlen sich wohl – und werden immer dreister. Inzwischen laufen sie ganz selbstverständlich am helllichten Tag über den Bürgersteig. Man hat fast den Eindruck, sie zeigen uns den Stinkefinger – und wir als Stadtgesellschaft schauen einfach zu.
Ist das der Anspruch an Ordnung und Sauberkeit in Wuppertal? Zwar werden Bußgelder verhängt, und die Stadtreinigung versucht offenbar sogar, Hinweise auf Verursacher im Müll zu finden. Doch all das zeigt offensichtlich keine Wirkung – im Gegenteil: Die Situation wird nicht besser, sondern immer schlimmer.
Die Menschen wissen genau, dass sie keine Hinweise auf ihre Identität im Müll hinterlassen dürfen. Das Problem liegt also nicht im fehlenden Wissen, sondern im fehlenden Respekt vor Regeln – und offenbar auch im fehlenden Abschreckungseffekt. Deshalb stellt sich ganz provokant die Frage: Wann wird hier endlich eine wirksame Videoüberwachung umgesetzt?
Wie lange sollen Anwohner noch zusehen, wie sich die Situation weiter verschärft? Ich erwarte keine Ausreden, sondern Maßnahmen: klare Kontrollen und spürbare Sanktionen und endlich effektive Lösungen statt halbherziger Ansätze.
Wenn selbst solche Zustände über längere Zeit toleriert werden, sendet das ein fatales Signal: Dass Regeln offenbar nicht durchgesetzt werden – und dass Wegschauen zur Strategie geworden ist.
Ich fordere Sie auf, diesen Zustand umgehend zu beenden.
Ulrike Melzer
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