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Ausbau der L419, Parkstraße: Ja – aber bitte als Tunnellösung!

Ausbau der L419, Parkstraße : Ja – aber bitte als Tunnellösung!

Betr.: Ausbau der L419, Parkstraße

Seit Jahren verfolge ich in den Leserbrief-Rubriken diverser Stadtteilzeitungen das Gerangel um das Für und Wider zum Ausbau der L 419 zur Stadtautobahn. Da werden Gutachten um Gutachten gegeneinander aufgewogen, Expertisen zu Lärmschutz, Abgasemissionen und Verkehrsaufkommen ins Feld geführt und die Bürgerinitiativen beschimpfen sich gegenseitig.

Dabei haben doch eigentlich alle das gleiche Ziel: Ja zum Ausbau der L419 (Linde) – aber bitte als Tunnellösung (Ronsdorf-Parkstraße)!

Warum bündeln sich die gegnerischen Kräfte nicht zu einer starken Initiative und versammeln sich nicht hinter dem Motto: „Ja zum Ausbau der L419 – aber bitte als Tunnellösung“?

Dass die Anwohner an der Straße Linde eine Entlastung des Verkehrsaufkommens und der damit verbundenen erheblichen Reduzierung der Lärm- und Emissionspegel anstreben und den schnellen Ausbau der L 419 fordern, ist allzu verständlich. Die Abwehr und Ablehnung der Anwohner an der Parkstraße aber auch. Denn diese Probleme werden verlagert, aber keineswegs gelöst. Dies wäre nur mit der Tunnellösung zu schaffen.

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Laut unserer Landesregierung aber zu teuer? Und das nehmt ihr einfach so kampflos hin?

Wenn man sieht, wie viele Milliarden und Abermilliarden in die Stützung der deutschen Wirtschaft und in die aktuelle Pandemiebekämpfung investiert werden, und in anderen Landkreisen Deutschlands in wesentlich dünner besiedelten Gebieten solche Tunnellösungen von den dortigen Regierungen durchgewunken wurden – koste es, was es wollte – trägt das nicht unbedingt zur Erkenntnis bei, dass unsere Landesregierung die Sorgen und Ängste der betroffenen Bürger aktuell ernst nimmt (siehe auch bei der Forensik-Frage).

So wie es derzeit aussieht, wird der Ausbau wohl doch nicht so schnell kommen.

Diese Zeit sollte genutzt werden, um mit EINER starken Bürgerinitiative nochmal die Tunnellösung ins Feld zu führen, bei der Landesregierung zu intervenieren und nicht locker zu lassen, denn steter Tropfen höhlt ja bekanntlich den Stein.

Noch schreckt die „legendäre“ Staubildung in der Parkstraße den Schwerlast- und Individualverkehr ab, die Route über die L419 mit Burgholztunnel als Abkürzung zum Sonnborner Kreuz zu nutzen und die A46 zu umgehen. Der Ausbau wird dann zu einer erheblichen Zunahme des Verkehrsaufkommens – auch über dieses Klientel – führen. Bei einem oberirdischen Ausbau wird dann auch der Bereich Linde gelegentlich bei nordwestlichem Wind ein „Näschen“ Abgase abbekommen.

Also demonstriert Zusammenhalt, statt „sich an die Köppe“ zu kriegen! Einen Versuch wert ist es allemal.

Ulrich Lindemans