Inhaberin der Galerie „n46“ Sabine Klöckner: „Ich will weitermachen“

Wuppertal · Sabine Klöckner muss das große und zentrale Zwischennutzungs-Domizil ihrer (Fotografie-)Galerie „n46“ an der Neumarktstraße 46 zum Ende des Monats verlassen. Jetzt sucht sie einen festen Ort, an dem es weitergehen kann.

Bei „n46“ an der Neumarktstraße 46 gab es nicht nur viele verschiedene Ausstellungen, sondern auch Konzerte: Hier das Judith-Genske-Trio mit dem Programm „Verwehte Lieder“.

Foto: Galerie „n46“

Am 12. April 2025 ging es los an der Neumarktstraße – auf drei Etagen und mit wirklich viel Platz. Ein Glücksfall. Nun, nach etwas über einem Jahr, steht das Ende vor der Tür: Die Location, in der fast 30 ganz unterschiedliche Ausstellungen sowie zahlreiche andere Konzert & Co.-Formate stattfanden, wird anderweitig vermietet werden. Für „n46“ fällt mit einer Abschiedsparty am Freitag (26. Juni) der Vorhang.

Doch soll es kein endgültiger Schlussstrich sein: Fotografin und Künstlerin Sabine Klöckner, die sich mit Fotografie und Kunst beschäftigt, so lange sie sich zurückerinnern kann, möchte ihrem Herzensprojekt das Label „n46 offset“ geben – und in eine neue Zukunft starten.

Ihr Ziel ist ein Foto-Videokunst-Plattform-Projekt für Wuppertal und das Bergische Land. Sabine Klöckner im Gespräch mit der Rundschau: „Einen echten und festen Ort für Fotografie, Film- und Videokunst gibt es in Wuppertal nicht. Ich finde aber, dass wir einen solchen Ort brauchen.“

Ideal wäre es, wenn dieser (neue) Ort zentral läge – und unterschiedliche Bereiche böte, um künstlerische Fotografie beziehungsweise Videokunst so zu präsentieren, dass beide Sparten genug Raum und genug Aufmerksamkeit für sich finden können.

Wenn auch das Betreiben einer Galerie viel von „Einzelkämpfer(innen)-Dasein“ hat, setzt Sabine Klöckner doch bewusst auf Zusammenarbeit: „Ich möchte gerne zusammen mit anderen einen tollen Ort schaffen. Um Kunst zu zeigen, um sich zu treffen, um Begegnungen der unterschiedlichsten Art zu ermöglichen. Meine Überzeugung ist, dass wir uns alle interdisziplinär viel mehr vernetzten müssen.“

Wenn es um eine mögliche neue Adresse für „n46 offset“ geht, ist für Sabine Klöckner auch noch ein besonderes Detail wichtig: Der nicht mehr ganz neue, aber voll funktions- und klangtüchtige Flügel, der zurzeit im Erdgeschoss an der Neumarktstraße steht, sollte auch im zukünftigen Kunst-Zuhause seinen Platz finden.

Das Instrument, das ursprünglich Ulrich Rasch gehörte und dann lange von Roman Babik gespielt wurde, kam bei „n46“ immer wieder zum Einsatz. Und, so Sabine Klöckner: „Ein Flügel macht jeden Raum zu etwas Besonderem.“