Jahresbilanz der Jackstädt-Stftung „Rückenwind für Kreativität“

Wuppertal · In der Bibliothek des Von der Heydt-Museums zog das Wuppertaler „Kuratorium Kultur und Soziales“ der Jackstädt-Stiftung eine „befriedigende und zufriedenstellende Bilanz“ des Jahres 2023 – und blickt auch auf 2024.

 Michaela Steffen, Peter Jung (li.) und Dr. Marc Kanzler vom „Kuratorium Kultur und Soziales“ der Jackstädt-Stiftung präsentierten in der Museums-Bibliothek Förderungen und Projekte.

Michaela Steffen, Peter Jung (li.) und Dr. Marc Kanzler vom „Kuratorium Kultur und Soziales“ der Jackstädt-Stiftung präsentierten in der Museums-Bibliothek Förderungen und Projekte.

Foto: Wuppertaler Rundschau/sts

Michaela Steffen, Peter Jung und Dr. Marc Kanzler vom Stiftungskuratorium zeigten sich unisono begeistert vom Facettenreichtum und der enormen Bandbreite dessen, was es in Wuppertal an Ideen und Kreativität gibt.

Das Gremium, das im Jahr 2023 insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung hatte, um etwa 70 von 140 gestellten Anträgen zu fördern, sieht seine Aufgabe darin, „Rückenwind für Ideen und Kreativität“ zu geben. Zudem betont das Trio, dass die Jackstädt-Stiftung „wirklich unabhängig ist und sich nicht in die Umsetzung dessen, was wir fördern, einmischt“. Keineswegs selbstverständlich übrigens bei Stiftungen ...

Viel Geld fließt regelmäßig ans Von der Heydt-Museum, wo immer wieder – ganz in der Tradition des 2005 verstorbenen Stiftungsgründers Dr. Werner Jackstädt – große Ausstellungen unterstützt werden. So etwa im Frühjahr 2025 eine Werkschau des französischen Malers Maurice de Vlaminck. Er bekommt eine Ausstellung mit rund 50 Bildern, deren Vorbereitung schon jetzt läuft: „Eine Größenordnung, wie man sie in Deutschland noch nie gesehen hat“, so Museumsdirektor Roland Mönig, der die Jackstädt-Stiftung „eine Säule unserer Arbeit“ nennt.

Die Jugend hat die Stiftung außerdem stets im Blick: Darum geht etwa ein Drittel des Fördergeldes an die Junior Uni. 4,7 Millionen Euro sind es seit deren Gründung gewesen. Anonsten ist quer übers gesamte Stadtgebiet das Jackstädt-Spektrum weit und breit: Es reicht von der Versorgung von Feuerwehrhäusern mit Defibrillatoren, die „Station Natur und Umwelt“, Musikgruppen an Schulen oder die Kurrende über Musiktherapie für Senioren oder ein visuelles Mundart-Projekt des Gehörlosen-Vereines bis hin zu Tafel, Telefonseelsorge, Klavierfestival Ruhr, Wuppertaler Oper – und dem großen Streetart-Wandgemälde-Projekt „Urbaner Kunstraum Wuppertal“.

Geld gab es darüber hinaus für zahlreiche Kultur-Locations. Michaela Steffen: „Die Vielfalt und Durchschlagskraft in den Orten und Spielstätten dieser Stadt, das begeistert uns!“ Auf Jackstädt-Unterstützung zählen können auch „Jugend musiziert“ 2025 in Wuppertal und die Bundesgartenschau. Getreu dem Kuratoriums-Selbstverständnis, das Marc Kanzler so formuliert: „Wir wollen eine gute Mischung finden zwischen Themen, die für den Augenblick wirken, und dem, was dauerhaft ist.“

Bedauerlich sei es zwar immer, Anträge ablehnen zu müssen, sagt Peter Jung: „Doch alles können wir eben leider nicht unterstützen.“ Aber Jung betont: „Alle Entscheidungen in unserem Kuratorium sind einstimmig. Das zeichnet uns aus.“