1. Gesundheit

Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember: „Solidarität schützt“

Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember : „Solidarität schützt“

Mit einer HIV-Infektion kann man heute medizinisch gesehen gut leben. Unwissenheit, Vorurteile und Ausgrenzung sind allerdings die größeren Herausforderungen. Darauf weist die AIDS-Hilfe Wuppertal zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember hin.

„In diesem Corona-Pandemiejahr, in dem vieles anders ist als sonst, ist Solidarität ein wichtiges Thema. Die gesamte Gesellschaft ging in den Lockdown, um eine Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen zu verhindern und um ältere Mitbürger zu schützen.

Junge Menschen versorgten ihre älteren Nachbarn mit Lebensmitteln, um ihnen den möglicherweise gefährlichen Weg in den Supermarkt zu ersparen. Wir lernten, Masken zu tragen, um unser Gegenüber zu schützen, während die Masken der anderen uns schützten. Menschen, bei denen das neue Coronavirus nachgewiesen wurde und ihre Kontaktpersonen gingen in Quarantäne, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern“ – schreibt die AIDS-Hilfe Wuppertal in einer Pressemitteilung.

Weiter: „Solidarität spielt auch eine große Rolle im Kontext einer weiteren Virus-Pandemie, nämlich der HIV/AIDS-Infektion. Schon Jugendliche lernen, bei sexuellen Kontakten Kondome zu verwenden, um sich aber auch andere vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen. Menschen mit HIV und AIDS haben oft große Angst, ihre Partnerin oder Ihren Partner anzustecken. Zum Glück gibt es mittlerweile verschiedene Methoden, die Übertragung zu verhindern, nicht nur Kondome: Ein medizinisch adäquat behandelter HIV-Infizierter Mensch ist nicht nur gut geschützt vor einem Voranschreiten der Krankheit, er ist auch nicht mehr infektiös. Außerdem können sich Menschen mit sexuellen Risikokontakten außer mit Kondomen oder Femidomen auch durch die prophylaktische Einnahme von HIV-Medikamenten schützen.

Neben dem Schutz vor einer Infektion sind vor allem Solidarität und Akzeptanz im Alltag wichtig. Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit HIV stellen nach wie vor große Herausforderungen dar. Wir alle können uns aktiv einbringen, Position beziehen und auf vielfältige Weise Solidarität zeigen. Zum Beispiel durch das Tragen der roten Schleife. Das ist nicht nur zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember, sondern grundsätzlich ein starkes Zeichen der Solidarität. Auch die vielen Welt-AIDS-Tag-Aktionen rufen zur Beteiligung auf. Wir alle können HIV und AIDS immer wieder in Gespräche einbringen, um so zu enttabuisieren, es zum Thema machen und das Wissen dazu aktuell zu halten.“

In diesem Jahr ist das Programm zum Welt-AIDS-Tag coronabedingt etwas knapper und digitaler, aber nicht minder informativ. Wer sich eingehender mit den vielen Themen rund um HIV und AIDS befassen möchte, findet dazu vielfältige Gelegenheit auf der Webseite der AIDS-Hilfe Wuppertal.